Die Marktforscher von IDC haben ihre Prognose zum globalen Smartphone-Markt veröffentlicht und haben aber wenig Erbauliches zu berichten. So gehen die Marktauguren davon aus, dass heuer gerade einmal 1,1 Milliarden Geräte abgesetzt werden, was gegenüber 2025 einem Rückgang von 12,9 Prozent entsprechen würde. Sollte sich die Prognose bewahrheiten, wäre es das tiefste Absatzvolumen seit über zehn Jahren. Damit hat IDC seine Prognose massiv nach unten revidiert. Noch Anfang Dezember ging man von einem kleinen Minus von einem Prozentpunkt aus. Als Grund für den pessimistischen Ausblick nennen die Analysten die sich verschärfende Speicherkrise. Diese hat laut IDC auch zur Folge, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise von Smartphones dieses Jahr um 14 Prozent auf 523 Dollar ansteigen werden.
Was man derzeit erlebe, sei keine vorübergehende Verknappung, sondern ein tsunamiartiger Schock, der seinen Ursprung in der Speicher-Lieferkette habe und sich auf die gesamte Unterhaltungselektronikbranche auswirken werde, urteilt IDCs Vice President Francisco Jeronimo.
Was die weitere Entwicklung betrifft, prognostiziert IDC fürs 2027 wieder ein kleines Wachstum von 1,9 Prozent, gefolgt von einer stärkeren Erholung im Jahr 2028 von 5,2 Prozent.
(rd)