Im Dezember 2025 lockerten die USA die Sanktionen gegen China, sodass es
Nvidia fortan wieder erlaubt ist, gewisse Chips an chinesische Unternehmen zu liefern ("IT Reseller"
berichtete). Dies betrifft vor allem den H200 – Nvidias zweitstärksten KI-Chip. Während die USA wieder grünes Licht geben, blockt die chinesische Regierung nun aber. Mit der Folge, dass die angekündigte Steigerung der Produktionskapazität, die Nvidia kurz daraufhin
in Aussicht gestellt hat, pausiert wurde, wie die "Financial Times"
berichtet. Betroffen sind laut dem Bericht aktuell vor allem Zulieferer für Komponenten der Chips.
Warum die chinesischen Behörden die Einfuhr von H200-Chips bremsen oder unterbinden wollen, ist unklar. Auch unbekannt ist, ob es sich um eine vorübergehende Massnahme handelt oder ob das Einfuhrverbot dauerhaft sein wird. Der Versuch, lokale Chip-Hersteller besser zu positionieren, könnte jedoch massgeblich für den Eingriff der chinesischen Regierung sein. Laut mit der Sache vertrauten Personen gebe es innerhalb des chinesischen Staatsapparates sehr unterschiedliche Meinungen, wie mit der Technologie von Nvidia umzugehen sei.
Für Nvidia wäre ein komplettes Verbot derweil durchaus einschneidend, wie es weiter heisst. Das Unternehmen hat bereits viel investiert, um von den USA die Erlaubnis für den Export der Chips zu bekommen.
(win)