Atos: Verhandlungen um Tech Foundations-Verkauf platzen
Quelle: Atos

Atos: Verhandlungen um Tech Foundations-Verkauf platzen

Es wurde keine Einigung gefunden, die Gespräche zwischen dem Investor EPEI und Atos rund um den Verkauf von Tech Foundations sind beendet. Jetzt ruht die Hoffnung auf den Gesprächen mit den Banken und einem möglichen Deal mit Airbus.
1. März 2024

     

Atos wird Tech Foundations vorerst nicht an die Investmentfirma EP Equity Investment (EPEI) des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky verkaufen. Wie der französische IT-Dienstleister meldete, sind die Gespräche gescheitert, man habe "keine für beide Seiten zufriedenstellende Einigung erzielt". Weiter heisst es: "Die Gespräche und die Verkaufsvereinbarung wurden daher in gegenseitigem Einvernehmen beendet, ohne dass eine der beiden Seiten eine Entschädigung erhält, und die Parteien sind vorbehaltlich der Aufrechterhaltung der Vertraulichkeitsvereinbarungen von allen künftigen gegenseitigen Verpflichtungen befreit".


EPEI und Atos befanden sich seit August 2023 in Verhandlungen. Der Investor wollte im Rahmen des Kaufs 1,9 Milliarden Euro an Schulden von Atos übernehmen und 100 Millionen Euro zahlen. Der Gesamtwert hätte sich somit auf zwei Milliarden Euro belaufen. Nach der Absage an einen möglichen Deal gibt Atos bekannt, Tech Foundations und Eviden weiterhin als getrennte Unternehmen weiterführen zu wollen. Dennoch prüfe man aber auch künftig alle strategischen Optionen.
Im Laufe des vergangenen Jahres hatte sich Atos in zwei unabhängige Bereiche aufgespalten, einerseits die Cybersecurity- und Digitalisierungseinheit Eviden, andererseits Tech Foundations, in der vor allem das klassische Kerngeschäft gebündelt ist. Während Eviden den Umsatz 2023 um 2,9 Prozent auf rund 5,09 Milliarden Euro leicht steigern konnte, waren die Umsätze von Tech Foundations mit minus 1,7 Prozent rückläufig.


Atos hat Milliardenschulden angehäuft und steckt seit Jahren in der Krise. Die Hoffnung liegt jetzt auf einem möglichen Verkauf des Bereichs Big Data und Security an Airbus für 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro ("Swiss IT Reseller" berichtete). Zudem befindet sich der IT-Dienstleister in Verhandlung mit Banken rund um die Refinanzierung der Schulden (mehr lesen Sie hier). Allerdings soll sich mit der Crédit Agricole bereits einer der Hauptkreditgeber aus den Gesprächen zurückgezogen haben. (sta)


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