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Distis sind vorsichtig optimistisch

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2009/49 – Seite 1
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30. November 2009 - Auch die Schweizer Distributoren haben kein einfaches Jahr hinter sich. Dennoch wagen sie vorsichtig optimistische Prognosen für das kommende Jahr. Der Markt werde sich 2010 langsam erholen.
Dass die weltweite Wirtschaftskrise auch an den Schweizer Distributoren nicht spurlos vorbeigegangen ist, ist nicht neu. Doch wie haben die Unternehmen das Jahr wirklich erlebt, und wie sehen ihre Prognosen für 2010 aus? Swiss IT Reseller hat bei einigen Distributoren nachgefragt.

Die Krise ist präsent, aber die befragten Schweizer Unternehmen scheinen glimpflich davongekommen zu sein. So erklärt zum Beispiel Patrick Matzinger, President und CEO von Littlebit, dass man die Firmenziele für 2009 übertroffen hat.
Und auch Rotronic-Geschäftsführer
Michael Taraba gibt zu Protokoll, dass man sich mit einem Umsatzrückgang von 6,5 Prozent überdurchschnittlich gut im Marktumfeld behaupten konnte. In dieselbe Kerbe haut Frank Studerus, Managing Director von Studerus, der angibt, dass sein Unternehmen, wenn man die Branche als Ganzes betrachtet, noch sehr gut dasteht.

Thomas Boll, Geschäftsführer von Boll Engineering, bilanziert derweil, dass sich der Druck auf Preise und Margen zwar weiter erhöht habe, man aber 2009 dennoch mehr Produkte absetzen konnte als im Rekordjahr 2008. Bei Ingram Micro und Littlebit hat man indes festgestellt, dass das Business-Segment zwar gelitten hat, sich das Consumer-Umfeld im Gegenzug aber erfreulich entwickelt hat.

Blick in die Kristallkugel

Auch im Hinblick auf das kommende Jahr halten die Distributoren an ihren vorsichtig optimistischen Einstellungen fest. Einzig bei Also zeigt man sich eher pessimistisch, erwartet Geschäftsführer Marc Schnyder doch auch für 2010 keine Erholung des Geschäfts. Einzig im zweiten Halbjahr könnte sich die Situation etwas verbessern, so Schnyder.
Die restlichen befragten Unternehmen geben sich derweil optimistischer und erwarten fast allesamt eine Entspannung der Marktsituation in der zweiten Jahreshälfte 2010. Sie betonen aber ebenso, dass auch 2010 kein einfaches Jahr werde. Bei Ingram Micro rechnet man damit, dass sich die Schweiz langsam aus der Rezes­sion herausarbeiten wird, dies werde allerdings seine Zeit dauern. Wenn nichts mehr von internationaler Tragweite passieren werde, erhole sich die Wirtschaft 2010, konstatiert derweil Taraba von Rotronic. Man spüre, dass die Talsohle erreicht sei und die Inves­titionsbereitschaft bei den Kunden zunehme.

Littlebit-CEO Matzinger gibt sich optimistisch, dass sich das Consumer-Umfeld 2010 weiter gut entwickeln wird. Aber auch des Business-Segment wird seiner Meinung nach wieder anziehen. Einen positiven Einfluss erhofft er sich von Microsofts Betriebssystem Windows 7.

Laut Boll-Geschäftsführer Boll wird sich die Branche 2010 mehr und mehr zu einem Ersatz- und Verdrängungsmarkt entwickeln, sofern keine neuen Technologien bis zur Marktreife gebracht werden. Wenn man über die richtigen Produkte und Dienstleis­tungen verfüge, könne man aber auch in diesem Bereich gute Geschäfte machen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise dürfte auf alle Fälle nicht mehr ein Dauerthema sein, so Boll weiter.

Um sich von der Konkurrenz abzuheben setzt Ingram Micro auch 2010 auf XXL-Distribution. Aber auch Akquisitionen sind denkbar, so Senior Managing Director Joe Feierabend.

Bei Also betont man derweil die Qualität der Mitarbeitenden, die Qualität der Prozesse und das Serviceportfolio. Durch eine noch bessere Servicequalität, innovative Produkte sowie Zuverlässigkeit und Kompetenz will sich auch Rotronic von den anderen Distributoren abheben. Auch bei Boll setzt man auf Bewährtes, also technisches Wissen, komplette Services und innovative Produkte. Littlebit positioniert sich im Gegenzug grundsätzlich als Fokus-Distributor und unterscheidet sich von den meisten Distributoren dadurch, dass man in der Sortiments­tiefe und nicht in der -breite arbeite. Das werde auch 2010 so bleiben. Vermehrt den direkten Kundenkontakt will im nächsten Jahr derweil Studerus suchen. Workshops und Roadshows haben mehr Erfolgspotential als einmalige und zentrale Messen, so Frank Studerus.

2009 wurden viele Grossprojekte aufgeschoben. Laut Also-Chef Schnyder wird sich diese Situation auch 2010 nicht wesentlich verbessern. Stornierte Projekte dürften demnach auch im kommenden Jahr nicht in Angriff genommen werden. Etwas anders sieht dies Feierabend von Ingram Micro. Wenn die Gesamtwirtschaft wieder anziehe, werden auch grössere Firmen wieder investieren. Dies sei aus heutiger Sicht aber alles Spekulation. Thomas Boll von Boll Engineering rechnet damit, dass einige der auf Eis gelegten Projekte im kommenden Jahr nachgeholt werden. Dieser Trend habe sich bereits im vierten Quartal 2009 deutlich manifestiert.
 
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