Smartphone-Markt wird 2026 stark an der Speicherkrise leiden
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Smartphone-Markt wird 2026 stark an der Speicherkrise leiden

Der Markt für Smartphones soll 2026 um 7 Prozent schrumpfen. Betroffen sind vor allem Geräte im Tiefpreissegment, da steigende Komponentenpreise die bereits dünnen Margen stark unter Druck setzen.
5. März 2026

   

Der Smartphone-Markt steht laut den Analysten von Omida vor einem herausfordernden Jahr. Die Prognose: Der Markt soll 2026 um etwa 7 Prozent schrumpfen. Und das gilt nur, wenn die geopolitischen Spannungen und die Speicherkrise nicht weiter ausarten. Unter gewissen Umständen könnten die Auslieferungen bei weiteren Eskalationen sogar um 15 Prozent einbrechen, so die Marktforscher.

Ganz besonders betrifft das Geräte im tieferen Preissektor, weil steigende Speicherpreisen in diesem Segment einen deutlich grösseren Einfluss auf die Bill of Material (BOM), also die Summe aller Komponenten in einem Gerät, haben als bei hochpreisigen Smartphones. Diese Hersteller seien abhängiger von LPDDR4X Memory, hätten eine kleinere Gewinnmarge und tiefere Priorität in den Lieferketten. Damit bricht die Profitabilität für die Hersteller im Tiefpreissegment voraussichtlich bedeutend ein. Da sich die günstigeren Geräte gerade in preissensitiven Märkten in den letzten Jahren gut verkaufen liessen, sollen die Preissteigerungen und damit der Einbruch der Verkaufszahlen in diesen Regionen besonders spürbar werden.


Das Premium-Segment soll derweil deutlich weniger an der Speicherkrise zu beissen haben. Dank grösserem Hebel dank etablierten Marken, mehr Flexibilität bei der Preisgestaltung und besserer Integration in die Lieferketten können die Schwankungen bei den Komponenten einfacher ausgeglichen werden. Die Preissteigerung für Geräte über 800 Dollar wird auf etwa 4 Prozent prognostiziert, was in Märkten mit zahlungswilligen Kunden weniger ins Gewicht fallen dürfte. (win)


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