«Ich bin sehr empfänglich für Feedback»

«Ich bin sehr empfänglich für Feedback»

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2022/10 – Seite 2
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Mit welchen anderen Abteilungen haben Sie am meisten zu tun?
Nun ja, man wird in jeder kommerziellen Organisation schnell einmal unflexibel und fixiert sich auf bestimmte Aspekte. Das möchte ich vermeiden: Ein wichtiges Thema ist für mich der Nutzen, den wir den Partnern bringen, wenn wir als «One Microsoft» agieren. Ich arbeite mit dem Enterprise Sales Team, mit dem Sales Team für den KMU-Markt und mit dem Specialist Sales Team zusammen. Ich lege also Wert darauf, über die ganze Organisation hinweg zusammenzuarbeiten.

Können Sie ein Beispiel für diese Zusammenarbeit nennen?
Beim «Partner of the Year»-Event und beim Schweizer Inspire-Event war es mir sehr wichtig, dass die Partner nicht nur Andrew kennenlernten, sondern dass das ganze Leadership Team auftrat und jeder über seinen Geschäftsbereich sprach. Auf Linkedin kann man ja Bilder von allen sehen – was die Partner aber wirklich wollen ist, dass die ganze Firma Schulter an Schulter dasteht und alle Geschäftsbereiche die Partner unterstützen und befähigen, ihre Kunden optimal zu unterstützen. Das ist für mich wirklich kritisch, und wenn ich das nicht erreiche, habe ich meinen Job nicht erledigt. Meine Mission ist es, innerhalb von Microsoft Schweiz der Fürsprecher für die Partner zu sein, sicherzustellen, dass die Partner bei allen gedanklich an vorderster Stelle stehen.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?
Ich konzentriere mich an verschiedenen Tagen auf unterschiedliche Themen. Und ich versuche, jeden Tag ein ordentliches Stück Zeit ausserhalb von Microsoft zu verbringen – mit Partnern und Kunden zu sprechen und mitzubekommen, was in der Welt draussen passiert. In einer grossen Organisation wie Microsoft verliert man sich sonst schnell einmal im internen Karussell. Einen typischen Arbeitstag habe ich allerdings nicht. Montag und Freitag verbringe ich vielleicht eher intern, aber sonst bin ich gerne mal in Zürich, Basel, Lausanne oder Genf – in Bern wohl etwas zu wenig, muss ich gestehen. Oder auch im Tessin, in der Schweiz sind die Distanzen ja relativ gering im Vergleich zu anderen Ländern, in denen ich gearbeitet habe.

Sie kommunizieren primär auf Englisch. Ist das in der Schweiz ein Hindernis, oder im Gegenteil sogar vorteilhaft?
Kann ich es anders formulieren? Ich würde unser Interview heute sehr gerne auf Deutsch bewältigen. Ich könnte einen Teil davon vermutlich auf Französisch halten… Ich versuche aber stets respektvoll zu sein und bin sehr dankbar für die Akzeptanz, die ich erfahre, wenn ich auf Englisch kommuniziere. Bisher habe ich dabei keine Probleme angetroffen.

Was war Ihre erste Aufgabe in der neuen Funktion?
Der Change, den wir angestrengt haben, ist, das Team mehr auf den Rest des Geschäfts zu fokussieren. Wir haben das Team umstrukturiert. Es gibt ja bei Microsoft zum Beispiel ein Sales-Team, das sich um die grössten Kunden kümmert. So haben wir in der Partnerorganisation ein Team gebildet, das die Partner betreut, die mit diesen Kunden zu tun haben. Gleiches gilt für die anderen Geschäftsbereiche: Die Leute in der Partnerorganisation zusammenzubringen, die sich um bestimmte Partner oder Aspekte kümmern, wie zum Beispiel um ISVs oder um Technologie- oder Marketing-­Fragen.

Wie viele Partner hat Microsoft in der Schweiz?
Das Partnernetzwerk umfasst über 4500 Partner. Wir versuchen, mit allen regelmässig Kontakt zu haben. Als Vehikel dafür nutzen wir die Plattform IAMCP – International Association of Microsoft Channel Partners. Es ist ja immer eine Herausforderung, die Message frisch zu halten, den Kommunikationskanal für alle relevant zu halten. Ganz Besonders angesichts des Wechsels im Partnerprogramm hin zum neuen Cloud Partner Program.

Ein gutes Stichwort: Wie akzeptieren die Schweizer Partner das neue Cloud Partner Program?
Da gibt es zwei Aspekte. Es gibt Leute, die Veränderungen rasch annehmen, und solche, die etwas länger brauchen. Der Mehrnutzen, den das neue Programm bringt – besserer Zugang zu Technologien und Assets – ist im Vergleich zum bisherigen Programm deutlich höher. Ich beobachte, dass viele Partner dabei sind, sicherzustellen, dass sie auch im Cloud Partner Program an Bord sind. Es läuft natürlich nicht immer ohne Reibungen ab, das akzeptiere ich auch und bin sehr empfänglich für Feedback, was in der Schweiz geht und was nicht. Aber ich denke, dass wir generell auf gutem Weg sind.

Können Sie eine Herausforderung bei der Implementation des neuen Partnerprogramms nennen?
Die Schweiz ist ein kleiner Markt. Die Frage ist, wie wir einen globalen Standard, der vielleicht auf grössere Partner- und Kundenzahlen ausgerichtet ist, lokal relevant machen können. Dieses Problem haben aber alle global aktiven Organisationen, und es wird immer eine Herausforderung bleiben.

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