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Der Techniker: Matthias Oswald, Gründer und Geschäftsführer, iWay

Der Techniker: Matthias Oswald, Gründer und Geschäftsführer, iWay

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2020/06 – Seite 2
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Das Zepter abgeben

Die Selbständigkeit ist allerdings auch der Grund dafür, weshalb es noch eine Weile dauern wird, bis Oswald seinen Wissensdurst im Bereich Künst­liche Intelligenz und Machine Learning wird stillen können. Denn Zeit ist ein rares Gut. Über kurz oder lang soll sich das aber ändern, verkauften Oswald und sein Geschäftspartner iWay doch 2017 an die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) – auf der Suche nach einer Nachfolgeregelung. «Ich will nicht mehr ewig die operative Verantwortung für die Firma haben. Das heisst aber nicht, dass ich iWay den Rücken kehren will, sondern dass ich mich als Verwaltungsrat weiter um die Strategie des Unternehmens kümmern möchte.» Oswald betont auch, dass das Datum für seinen Ausstieg noch nicht feststeht. Trotzdem freut er sich darauf, mittelfristig wieder mehr Zeit für das zu haben, was in letzter Zeit etwas gelitten habe. Er gibt zu: «Die Selbständigkeit führt dazu, dass das Privatleben zu kurz kommt. Ich freue mich darauf, wieder Sachen machen zu können, die Spass machen und nicht primär eine kommerzielle Ausrichtung haben, und rein meinen Interessen folgen zu können.»

Dazu gehört, nebst der Künstlichen Intelligenz und dem Machine Learning auch das Segeln. «Das Segeln ist ein Hobby, das ich mir über die Jahre erhalten konnte. Einmal pro Jahr mache ich einen Segelturn, meist im Mittelmeer und immer etwa mit denselben Leuten.» Zudem ist Oswald Miteigentümer eines Sailbox-Schiffes am Walensee, einer Art Mobility für Segelschiffe: Man mietet ein Schiff, im Gegensatz zu den Autos aber immer dasselbe. «Beim Segeln gefällt mir der Kontakt mit der Natur. Ich merke, dass mir das gut tut. Es berührt mich von einer ganz anderen Seite als die Technik. Auf dem Meer zu segeln, lehrt einem Demut vor der Natur.» Es sei wahnsinnig schön, mit dem Wind vorwärtszukommen, man merke aber auch, dass – sobald es ruppig und garstig werde – ganz andere Mächte am Werk seien, wo man als Mensch schlicht nichts mehr zu melden habe. «Wenn man hinter dem Schreibtisch Grössen­wahngefühle hat, so verfliegen die beim Segeln ganz sicher. Es erdet einem gut.»

Zeit für Reisen und Musse

Auch das Reisen ist in den letzten Jahren zu kurz gekommen und steht ganz oben auf der Agenda. Dass Argentinien dabei eines der ersten Reiseziele sein wird, erklärt sich damit, dass die Partnerin von Oswald aus Argentinien stammt. «Meine jetzige Partnerin ist aus Argentinien und hat einen 18-jährigen Sohn, der in Buenos Aires lebt. Sie pendelt also zwischen unserem Zuhause in Dättwil und Buenos Aires hin und her, und wir haben bis jetzt nie die Zeit gefunden, Argentinien richtig zu bereisen.» Ein weiterer langgehegter Wunsch ist eine Reise nach Französisch-Polynesien.

Bis die Zeit für solche Abenteuer kommt, sorgen ein gutes Essen mit einem ebenso guten Glas Wein für die kleinen Pausen in Oswalds Alltag. Oder auch Musik, wobei es ihm hier die Sendung World Music Special von «SRF 3» besonders angetan hat. «Ich höre sie seit ewig, denn bei super Musik aus der ganzen Welt kann ich am besten abschalten.» Dabei träumt er von künftigen Reisen und Segeltrips und von seiner Zukunft, für die er sich «viele inspirierende Momente mit genügend Zeit für Musse» wünscht.

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