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«Sony will alle kleinen Händler loswerden»

«Sony will alle kleinen Händler loswerden»

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2014/05 – Seite 2
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Wie viel mehr bezahlen Sie denn nun für die Konsole im Ausland?
Der Preisunterschied für das Gerät allein hält sich in Grenzen und liegt bei rund 3 Prozent. Ich muss aber auch erwähnen, dass wir bei Sony nicht die besten Einkaufspreise hatten beziehungsweise hätten.

Unterscheidet sich die EU- von der Schweizer Version?
Nein, überhaupt nicht. Einzig die Aussenverpackung unterscheidet sich. Aber die Geräte lassen sich in rund zehn Sprachen in Betrieb nehmen, insofern ist das kein Problem. Bei Geräten aus England kann es allerdings vorkommen, dass das mitgelieferte Game nur auf Englisch ist. Das muss man dem Kunden kommunizieren, und dann ist auch das kein Problem.

Warum fährt Sony die Strategie, sich auf einige wenige Grosse zu konzentrieren?
Vor rund anderthalb Jahren hat sich Sony entschieden, die Schweizer Niederlassung zu schliessen und die Mehrheit der damals 15 Mitarbeiter zu entlassen. Seit April 2013 werden wir von Deutschland aus betreut und bestellen auch in Deutschland. Warum dieser Weg gewählt wurde, müsste Sony Ihnen selbst beantworten. Doch die Strategie gilt auch für Deutschland und Österreich. Dort haben die kleinen Shops dieselben Probleme wie wir. In all diesen Ländern wird knapp eine Handvoll grosser Retailer bedient. Wir haben mehrmals nachgefragt, weshalb diese Strategie gewählt wurde. Eine Antwort haben wir nie erhalten, es hiess nur, dass dies «ganz oben» bestimmt wurde.
Haben Sie noch Hoffnung, in Zukunft Geräte zu bekommen?
Nein. Sony will alle kleinen Händler im Markt loswerden. Wir haben vor einer Woche (das Interview fand Mitte April statt, Anm. d. R.) ein Schreiben von Sony erhalten, mit dem uns der Vertriebsvertrag gekündigt wurde. In knappen Worten hiess es, dass unser Umsatz zu gering sei für die festgesetzten Umsatzziele, und wir uns deshalb anderweitig orientieren müssten. Wir wussten aber bis dato noch nicht mal, wo diese Umsatzziele lagen und wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Das Stupide daran ist: Wären wir mit PS4-Konsolen beliefert worden und hätten die 500 bis 1000 Geräte bekommen, die wir uns bis Ende März erhofft haben, hätten wir die geforderten Umsätze problemlos erreicht. Gemäss Media-Control-Zahlen hat Sony in der Schweiz bis Mitte April zirka 38'000 Konsolen verkauft. Von diesen 38'000 Konsolen haben wir von Sony genau drei Geräte erhalten. So wird's dann halt schwierig. Und wir waren in Vergangenheit sicher kein schlechter Sony-Kunde. Wir haben Sony seit den ersten Minuten unterstützt.

Heisst das, Sie bekommen in Zukunft nicht nur keine Konsolen, sondern auch kein Zubehör wie Controller, Games und so weiter direkt?
Genau. Kein offizielles Sony-Konsolenzubehör und keine Sony-Gametitel. Dazu heisst es von Sony, dass wir diese Produkte künftig über andere Kanäle beziehen können. Sonys Vorschlag: ein deutscher Grosshändler oder ein neuer Schweizer Distributor, der von Sony eingesetzt wurde. Oder auch ABC Distribution & Retail Solutions wäre eine Lösung. Das Problem ist hier allerdings: ABC deckt zwar das ganze Sortiment ab – aber zu Preisen jenseits von Gut und Böse.

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