Sophos setzt auf Zentralisierung des Managements
Quelle: Sophos

Sophos setzt auf Zentralisierung des Managements

Sophos baut die Management-Struktur im EMEA-Raum um und zentralisiert die Verantwortung. ­Der Schweizer Country Manager Mirko Casarico muss gehen. Für ihn übernehmen Sven Janssen und ­Stefan Fritz, die das CSaaS-Geschäft mit Nachdruck ausbauen wollen.
11. November 2023

     

Sophos strukturiert aktuell das Management-Team der EMEA-Central- und somit auch der DACH-Region um, zentralisiert weiter Positionen und Kompetenzen. Im Mittelpunkt der Massnahmen steht vor allem Sven Janssen. Janssen ist seit 2019 beim britischen Cybersecurity-Anbieter mit an Bord, damals gestartet als Director Channel Sales für DACH und später für die gesamte Central-Region. Er hatte massgeblich die Entwicklung des As-a-Service-Geschäftes des Anbieters und die Transformation des Partnerkanals hin zu Managed Services begleitet.


Bereits Anfang August wurde Janssen dann zum Regional Vice President of Sales für EMEA Central befördert, er berichtet in dieser Position direkt an Gerard Allison, wiederum seit Ende 2022 Senior Vice President of Sales für die gesamte EMEA-Region. Zu Janssens Aufgaben gehört es unter anderem, die Vertriebsteams für Unternehmen in Zentraleuropa zu leiten und die Go-To-Market-Strategie von Sophos voranzutreiben. Primärer strategischer Fokus des neuen Vice President: der weitere Ausbau des As-a-Service-Geschäftes von Sophos. «Unser Erfolg bestätigt, dass wir mit unserem Cybersecurity-Ökosystem und unserem Cybersecurity-as-a-Service den richtigen Weg eingeschlagen haben, sowohl bei unseren Kunden als auch bei Resellern und MSPs. Diesen Erfolgskurs möchte ich in meiner neuen Rolle fortsetzen und ausbauen», erklärte er zum Start in neuer Position.

Verantwortung für Schweizer Team

Nun sind für den Manager abermals zusätzliche Aufgaben und Kompetenzen hinzugekommen. Janssen wird künftig auch das Schweizer Geschäft verantworten, das hiesige Team soll direkt an ihn berichten. Von Country Manager Switzerland Mirko Casarico hat sich Sophos hingegen kurzfristig getrennt. Als Gründe nennt der Cybersecurity-Anbieter die grundsätzliche Umstrukturierung des Vertriebsteams sowie den «Abbau von Hierarchie-Ebenen zur effektiven Kommunikation», wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von «Swiss IT Reseller» erklärt. «Dadurch profitiert die Region noch besser von zentral erstellten Vertriebs- und Marketinginitiativen und hat kürzere Berichtswege – ohne auf ein regional individuell ausgerichtetes Business verzichten zu müssen.» Denn das Schweizer Team soll weitestgehend unverändert bestehen bleiben und Partner wie Kunden vor Ort betreuen. Die Nachbesetzung der Country-Manager-Position ist in diesem Rahmen wohl hingegen nicht vorgesehen.


Casarico war erst vor rund zwei Jahren zu Sophos gestossen, nachdem sein Vorgänger, der langjährige Country Manager Andrej Massaro, das Unternehmen Ende 2020 verlassen hatte. Die Stellenaufhebung sei sehr kurzfristig erfolgt, wie er gegenüber «Swiss IT Reseller» erklärt. Für ihn übernehmen nun Sven Janssen sowie Stefan Fritz. Fritz, ebenso wie Janssen zuvor bei Dell tätig, ist seit 1. Oktober 2023 neuer Director Channel Sales für EMEA Central und berichtet in dieser Position an den Vice President Sales. Er leitet das gesamte Channel-Team in der Region und betreut somit die hiesigen Partner. Nachdem Fritz im April 2022 bereits die Leitung des Bereichs in Deutschland übernommen hatte, fällt nun auch die Führung des Aussen- und Innendienstes in Österreich und der Schweiz sowie Osteuropa in seine Verantwortung. Er ist seit 2015 Teil des Sophos-Teams. «Stefan Fritz steht mit seiner Arbeit bereits seit acht Jahren für hundertprozentigen Channel-Fokus und lebt damit eine der wichtigsten Maximen bei Sophos», untermauert Sven Janssen die jetzt erfolgte Beförderung. Entsprechend sei die Massnahme nur konsequent und Sophos profitiere noch umfangreicher von seiner «ausserordentlichen Vertriebserfahrung und einer erfolgreichen Umsetzung der Channel-Strategie».

As-a-Service-Geschäft im Fokus

Auch für Fritz stehen in seiner neuen Rolle allem voran das starke As-a-Service-Geschäft des Anbieters sowie die Entwicklung der Partner hin zum Vertrieb von Managed Services im Fokus. Immerhin hatte Sophos bereits am 20. Juli 2023 die eigenen On-Premises-Produkte beispielsweise für die Endpoint- und Server-Protection auslaufen lassen. Sie werden seitdem nicht mehr supportet und erhalten keine Updates mehr. Stattdessen konzentriert sich der Anbieter mittlerweile ganz auf seine zentral über die Cloud-basierte Konsole Sophos Central gemanagten Security-Lösungen. «Unser Geschäft wächst mit aktuellen Angeboten aus dem Bereich Cybersecurity-as-a-Service sehr schnell und umso wichtiger ist es, unsere Partner ganz gezielt auf dieser Reise mitzunehmen», führt Janssen aus. Das Central-EMEA-Team sei mit Stefan Fritz an der Spitze für diese Aufgabe nun perfekt aufgestellt und könne individuell auf die Bedürfnisse der Kunden in jeder Region eingehen, so das Versprechen des Vice President.


Janssen hatte als Director Channel Sales für DACH zusammen mit seinem Team federführend an der Transformation des regionalen Sophos-Partnerkanals hin zum As-a-Service-Geschäft mitgewirkt. Auf Partner, die diesen Weg proaktiv mitgehen, dürfte in vielen Fällen ein lukratives Geschäft warten. Erst kürzlich hat das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) gemeldet, dass die Angriffszahlen in der Schweiz in den ersten sechs Monaten 2023 abermals deutlich gestiegen sind. Insgesamt 19’048 Meldungen gingen in diesem Zeitraum bei der Behörde ein, rund 2000 Fälle mehr als im ersten Halbjahr 2022. Aber nicht nur die Häufigkeit nimmt zu, sondern vor allem auch die Qualität der Angriffe. Gerade kleine Unternehmen können dieser Komplexität kaum mehr effektiv begegnen – und haben mit Managed Security Services zusehends die Möglichkeit, weite Teile ihrer Security-Infrastruktur in die Hände ihrer Partner zu legen. (sta)



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