PC-Markt fällt tiefer und tiefer
Quelle: Canalys

PC-Markt fällt tiefer und tiefer

Mittlerweile ist klar: Um den PC-Markt steht es nicht gut. Im dritten Quartal 2022 sind die Verkaufszahlen gar noch weiter eingebrochen.
10. Oktober 2022

     

Der PC-Markt ist schon seit Beginn des Jahres rückläufig und im dritten Quartal 2022 kommt es im Jahresvergleich nun gar zu einem Rekordeinbruch. Die totalen Verkaufszahlen von Notebooks und Desktops fielen im Vorjahresvergleich um 18 Prozent auf 69,4 Millionen Stück. "Nach einer Verlangsamung in der ersten Jahreshälfte hat der PC-Markt nun einen Rekordrückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnet", kommentiert Ishan Dutt, Senior Analyst bei Canalys, die neuesten Marktzahlen.


Grund für den herben Rückgang seien hauptsächlich die makroökonomischen Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit, heisst es. So soll insbesondere die gesunkene Nachfrage von Privatkunden aufgrund der erhöhten Inflation die Verkaufszahlen bremsen. Dies zeigt sich auch im Absatz der Notebooks. Dieser sank im Vorjahresvergleich um 19 Prozent, während die Verkaufszahlen von Desktops, die weniger von Privatkunden abhängen, nur um 11 Prozent einbrachen. Doch auch die kommerzielle Beschaffung von Unternehmen wird pessimistisch prognostiziert. "Die Unternehmen sind vorsichtiger geworden und verlängern ihre Geräteerneuerungszyklen, um der aktuellen Unsicherheit zu trotzen", erklärt Dutt. Doch zumindest wird hier erwartet, dass sich der Markt in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 erholen wird, da Unternehmen schlichtweg irgendwann ihre Infrastruktur erneuern müssen.
Bezüglich Rangierung der einzelnen Hersteller ändert sich nicht viel. Abgesehen von Apple, das einen Anstieg der Verkaufszahlen von 1,7 Prozent verzeichnen konnte, verloren allesamt an Boden. So gingen die Absatzzahlen von Marktführer Lenovo gegenüber dem Vorjahresquartal um 16,3 Prozent zurück. Am meisten zu leiden hatte jedoch HP: Das Unternehmen verzeichnete einen Rückgang seiner Absatzzahlen um 27,8 Prozent, also beinahe einem Drittel. (rf)


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