Channel Insight: MSP ist kein Spaziergang - aber es lohnt sich

Channel Insight: MSP ist kein Spaziergang - aber es lohnt sich

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2022/04 – Seite 1
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26. März 2022 - von Patrick Pister
Channel Insight: MSP ist kein Spaziergang - aber es lohnt sich
Patrick Pister ist seit 2019 Managing Director von Exclusive Networks Switzerland (Quelle: zVg)
Auf den ersten Blick sind Managed Services im Gegensatz zum Projektgeschäft eine klare Win-win-Situation. Auf der einen Seite für die Kunden: Sie müssen dank Managed Services keine oder weit weniger der teuren fachlich qualifizierten IT-Mitarbeiter suchen und bezahlen. Verbrauchsbasierende Abrechnungen garantieren, dass nur das bezahlt wird, was genutzt wird. Gleichzeitig kann das Unternehmen sehr flexibel IT-Ressourcen anpassen, wenn es die Marktentwicklung erforderlich macht. Ganz nebenbei entsteht durch die enge Betreuung durch den Serviceprovider ein höherer Sicherheitslevel für die Firma.

Auf der anderen Seite: der Service Provider. Er profitiert durch kontinuierliche Geldzuflüsse und damit von einer kalkulierbaren Umsatzsituation, da Managed-­Services-Verträge monatlich abgerechnet werden. So kann er seine Kosten und Ressourcen besser planen. Und er freut sich natürlich über Cross- und Upselling-­Chancen, die durch das Service-­Modell entstehen, und an der damit einhergehenden engeren Kundenbindung, aus der sich viele weitere, spannende Möglichkeiten entwickeln lassen.

Wieso ist der Wechsel zum Managed Services Providing so schwierig?

Warum aber wechseln dann eigentlich nicht mehr Systemhäuser und IT-Dienstleister begeistert zum Managed-Services-Geschäft? Das erklärt sich auf einen zweiten genaueren Blick: Die Umstellung des Business-Modells zum Managed Services Provider (MSP) ist für den Dienstleister nicht unbedingt ein Spaziergang. Er muss eine Menge an Infrastruktur und Wissen in seiner Firma aufbauen, um Software im Managed-­Services-Modell zur Verfügung zu stellen. Die Abrechnungsmodelle der Lizenzen sind komplex und variantenreich, besonders wenn die Modelle verbrauchsbasierend sein sollen. Jeder Hersteller verfolgt seine eigene Managed-Services-Logik, hat sein eigenes Wording. Der MSP steht also vor der wahrlich herausfordernden Aufgabe, Transparenz in die Managed-­Services-Angebote der verschiedenen Hersteller zu bringen, um sie für sich vermarktbar zu machen. Er muss die einzelnen Pakete mit all ihrer Diversität unter einen Hut bringen, sprich sie zu sinnvollen, eigenen Paketen zusammenfassen, unterschiedliche Abrechnungsmodi ─ nach Zeit, nach Gigabyte, nach Usern, nach Transaktionen ─ koordinieren, damit sie nicht kollidieren beziehungsweise das mühsam geschnürte ­Paket sprengen.
 
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