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Stationär erfolgreich dank Online-Perspektive

Stationär erfolgreich dank Online-Perspektive

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2019/09 – Seite 1
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31. August 2019 - Malte Polzin, der neue Geschäftsführer der Schweizer Gesellschaften der PCP.com-Gruppe, sieht die klare Ausrichtung von Steg Electronics sowie das Dienstleistungsangebot als die grosse Chance, um als Omnichannel-Anbieter im ICT-Bereich erfolgreich zu sein.
Stationär erfolgreich dank Online-Perspektive
"Wir sind im Vergleich mit Media Markt oder Interdiscount aufgrund unserer schlankeren Strukturen und der klaren Positionierung von Steg im Vorteil." Malte Polzin, Geschäftsführer, PCP.com-Gruppe (Quelle: PCP.com)
Im Juni dieses Jahres verkündete PCP.com, die Gruppe hinter Steg Electronics sowie den Etailern Techmania und PC-Ostschweiz, das Engagement von Malte Polzin als neuen Geschäftsführer und als Nachfolger von Unternehmensgründer und Mehrheitsaktionär Lorenz Weber, der sich damit stärker aus dem operativen Geschäft zurückzieht. Mit Polzin hat sich PCP.com einen Mann an Bord geholt, dessen Rucksack vor allem mit E-Commerce-Erfahrung gefüllt ist – immerhin war Polzin CMO sowie CEO von Brack.ch, Managing Partner beim E-Commerce-Berater Carpathia sowie CEO von Deindeal. Im Gespräch mit "Swiss IT Reseller" spricht er über die Zukunft des stationären Geschäfts und darüber, wohin die Reise der Unternehmensgruppe gehen soll.

"Swiss IT Reseller": Was hat Sie mit Ihrem ausgeprägten E-Commerce-Hintergrund an der Leitung von PCP.com und damit auch am starken Retailer Steg Electronics gereizt?
Malte Polzin: Das von mir mit meiner Online-Vergangenheit zu hören, mag überraschen, aber es waren vor allem die Filialen. Ich bin der festen Überzeugung, dass es auch in Zukunft Filialen geben wird. Denn man darf nicht vergessen, der Online-Anteil im IT- und UE-Geschäft liegt heute bei rund 30 Prozent. Selbst wenn dieser Anteil auf 50 oder 60 Prozent steigt, bleibt noch ein grosses Stück des Kuchens für das stationäre Geschäft übrig. Die Frage ist nur, wie man dieses stationäre Geschäft geschickt macht, und ich bin der Überzeugung, dass man das nur aus einer Online-Perspektive gedacht vernünftig machen kann.
Steg Electronics war die letzten Monate ja bereits stark im Umbruch und wird als IT-Fachgeschäft mit einem neuen Filialkonzept, das auf Lösungsinseln anstelle von Regalreihen setzt, neu positioniert. Hätte diese Neupositionierung unter Ihnen ähnlich ausgesehen?
Ja, absolut, denn ich glaube nicht daran, dass man mit Produkten in einem Regal aufgereiht Mehrwert für den Kunden schafft. Dass dieses Konzept nicht zukunftsfähig ist, sieht man aktuell in vielen anderen Branchen auch. Allerdings sind wir uns durchaus bewusst, dass das neue Konzept, das auf Lösungsberatung setzt, nicht frei von Risiken ist und wir noch Erfahrungen machen müssen. Handkehrum war klar, dass wir auf unseren Ladenflächen nie die gesamte Bandbreite an verfügbaren Produkten zeigen können. Und dann läuft man Gefahr, dem Kunden etwas zu verkaufen, das man vor Ort hat, das aber nur im Ansatz seinen Bedürfnissen entspricht – was falsch ist. Also haben wir uns entschieden, dass wir die Bedürfnisse des Kunden punktgenau erfassen, um gemeinsam das für ihn absolut passende Produkt zu finden, das dann mit grosser Wahrscheinlichkeit aber nur online verfügbar ist. Die Produkte im Laden dienen in diesem Szenario oft nur noch als Referenzprodukte, beispielsweise um zu zeigen, wo der Unterschied eines entspiegelten zu einem glänzenden Display ist. Das Online-Geschäft ist also quasi eine digitale Regalverlängerung. Und das Gros der Kunden nimmt im Kauf, das Produkt erst am Folgetag zu erhalten, wenn es dafür passgenau ist. Wer trotzdem ein Produkt im Laden mitnehmen will, kann das tun, muss aber bereit sein, möglicherweise Abstriche zu machen.
 
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