"Wir können nicht mehr wachsen, als wir Waren bekommen"

"Wir können nicht mehr wachsen, als wir Waren bekommen"

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/09 – Seite 1
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1. September 2018 - Littlebit Technology hat für dieses Jahr als Umsatzziel eine halbe Milliarde Franken ausgerufen. Im Interview erklärt CEO Patrick Matzinger, wie das rasante Wachstum zustande kommt.
"Die Schweiz wird unser Hauptstandort bleiben." Patrick Matzinger, CEO, Littlebit ­Technology Group (Quelle: Littlebit)
"Swiss IT Reseller": Littlebit Technology hat für dieses Jahr das Ziel ausgegeben, eine halbe Milliarde Umsatz machen zu wollen. Sind Sie auf Kurs?
Patrick Matzinger: Ja, das sind wir.

Wie gross wird der Anteil des Schweizer Geschäfts an dieser halben Milliarde sein?
Wir machen fast 40 Prozent unseres Umsatzes in der Schweiz.

Littlebit ist in den letzten Jahren schon beachtlich gewachsen. Von 285 Millionen im Jahr 2015 auf 353 Millionen 2016 und 395 Millionen 2017. Mit dem Sprung auf 500 Millionen fällt der Sprung nun sogar noch grös­ser aus. Woher kommt das?
2017 ist das Wachstum etwas unter den Erwartungen gelegen. Das hängt zum einen damit zusammen, dass wir im letzten Jahr viel Basisarbeit geleistet haben. So haben wir die Benelux-Präsenz ausgebaut, in Deutschland mit ActionIT eine zusätzliche Firma integriert und die ­Logistik in Deutschland einen Schritt nach vorne gebracht. Zum anderen haben wir die Engpässe im Bereich Grafikkarten und Power Supplies sowie rund ums Thema Flash-Speicher gespürt. Das hat Umsatz gekostet, denn letztlich können wir nicht mehr wachsen, als wir Waren bekommen. Dieser Umsatzstau sowie die strukturelle Arbeit und die neuen Länder spüren wir in diesem Jahr, darum der Umsatzschub.

Sie sind 2017 über 10 Prozent gewachsen und wirken fast ein wenig enttäuscht.
Das letzte Jahr war eine kleine Enttäuschung, das ist so.
Allerdings können Sie ja nicht ewig in dem Masse weiterwachsen.
Das ist natürlich richtig. Das Portfolio, das wir führen, hat seine Limiten. Gewisse Produktbereiche, auch solche, in denen wir führend sind, wachsen schon heute nicht mehr. Wachstum können wir somit vor allem dadurch generieren, indem dass wir geographisch expandieren. Hier stellt sich einfach die Frage, zu welchem Zeitpunkt wir strukturell in der Lage sind, ein neues Land oder eine neue Region zu erschliessen. Expansion braucht immer viel Energie, sowohl aus Business-Sicht wie auch aus der operativen Perspektive.

Hegen Sie denn weitere Expansionspläne?
Ursprünglich planten wir, in diesem Jahr geographisch noch einmal einen Schritt zu wagen. Allerdings haben wir im Zuge der Neuorganisation der Gruppe (siehe Kasten) entschieden, dass wir zuerst die Basis nochmals etwas weiter­entwickeln müssen. Wir müssen zuerst beispielsweise die Digitalisierung, die in unserem doch stark transaktionalen Geschäft enorm wichtig ist, noch weiterentwickeln. Ob wir nun kommendes Jahr expandieren, hängt stark davon ab, wie rasch wir technisch und organisatorisch vorwärtskommen.
 
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