New Miracles Hoffnungen und ein neuer Player aus Schweden

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2001/04
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5. März 2001 - Die New Miracle hat erste Vorstellungen über den Fortgang der Geschäfte präsentiert. Daneben tummelt sich durch die Partnerschaft mit der Lichtensteinischen Cepra Consulting ein neuer, gewichtiger ERP-Player im Land und im Ländle: die schwedische IFS.
Die Langenthaler Softwarefirma New Miracle, errichtet auf der Konkursmasse der alten Miracle, will bis April die erste Version der Unternehmenssoftware unter dem Namen «Miracle Cube» auf den Markt bringen. Sie basiert auf dem letzten Release von Miracle.xrp und soll als unveränderbare Standardversion bei Neukunden eingeführt werden.
Bisherige Kunden sollen weiter betreut und Lizenzverträge der toten Miracle weitergeführt werden. New Miracle bietet ausserdem Integrationslösungen unter der Bezeichnung «bpi» (Business Process Intergration) an.
Die neben den 6 Mio. Franken Startkapital zusätzlich benötigten Mittel von 1,5 bis 3 Mio. Franken sollen durch Aktionärsdarlehen herangeschafft werden. Das Unternehmen hofft, mit der neuen Strategie bis zum Herbst schwarze Zahlen zu schreiben.

Die Schweden kommen

Dem Zusammenbruch der Miracle verdankt der Schweizer ERP-Markt einen neuen Player: die webgestützte Unternehmens-Sofware «IFS Applications» der schwedischen IFS Industrial & Financial Systems. Die im Lichtensteinischen Bendern ansässige Cepra Consulting war eines der ersten Miracle-Systemhäuser. Nach dem Konkurs der Miracle suchte Cepra nach einer neuen Lösung und wollte sich diesmal nicht mehr auf Risiken einlassen. Cepra-CEO Marianne Stricker: «Nach dem Miracle-Crash kam für uns nur noch ein Partner in Frage, der sowohl ein zukunftssicheres Produkt als auch eine stabile finanzelle Situation nachweisen kann.» Cepra setzt nun voll auf IFS und informierte seine Kunden vorletzte Woche an einer Tagung in Zürich.
Cepra kann neben den technischen Spezifikationen von IFS ein gewichtiges Argument als Vorteil der Partnerschaft mit den Schweden abringen. Durch die Zusammenarbeit mit IFS kann das Lichtensteiner Systemhaus allein im deutsprachigen Raum auf einen Pool von 195 Mitarbeitern der IFS zurückgreifen. Weltweit beschäftigt IFS gar über 3500 Angestellte und ist in 42 Ländern vertreten.
Dieses riesige Netzwerk dürfte denn auch ein weiterer Grund für Cepra gewesen sein, sich für IFS zu entscheiden. Denn die Lichtensteiner haben Grosses vor: Nach der Gründung einer Niederlassung in London im letzten Jahr sollen dieses Jahr in den USA und in Kanada und im nächsten Jahr in Frankreich und Spanien weitere Geschäftsstellen gegründet werden. Damit aber nicht genug: selbst der asiatisch-pazifische Raum und Skandinavien soll vom Ländle aus bis 2004 erobert werden. Grosse Ziele, stellt man die Zahlen von Cepra gegenüber: Im letzten Jahr erwirtschaftete Cepra mit seinen 20 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,5 Mio. Franken. (mh/sk)

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