Lorenz Weber - der Online-Kapitalist

Lorenz Weber - der Online-Kapitalist

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2009/03 – Seite 1
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16. Februar 2009 - Lorenz Weber ist bereits in jungen Jahren zum kompetenten Fachhändler gereift. Mit Arbeit und Leidenschaft baut er PCP.ch aus: Nach der Schweiz und Deutschland soll noch dieses Jahr Österreich folgen. Fast hätte er dafür die Schule geschmissen oder wäre mit Webdesign reich geworden.
Lorenz Weber - der Online-Kapitalist
«Ich bin eher Techniker denn Verkäufer», sagt Lorenz Weber, Gründer, Inhaber und Geschäftsführer von PCP.ch mit Jahrgang 1980. In Schaffhausen, am Fusse des Munot, ist er aufgewachsen und von dort führt er heute seine Geschäfte. Weber hält eine 8 Zoll grosse Floppydisk in den Händen: «Der Fortschritt ist unglaublich. Für mich ist dies die spannendste Branche», sagt der 28-Jährige. Zuhause habe er noch ein Speichermuseum. Computer- und Elektronikbasteln ist seit jeher die Leidenschaft von Weber, fast vom Start weg macht er auch ein Geschäft daraus: In seiner Kindheit zieht es ihn zu Nachbars Haustür, um mit dem fertigen Radio eines Cosmos-Baukastens sein Taschengeld auszubessern. «Handeln liegt mir im Blut», sagt Weber. Angefangen habe dies schon mit Blumensträussen, die frisch gepflückt aus den Wiesen um Schaffhausen in die Stuben der Nachbarn geliefert wurden. Als Sohn einer Lehrerin und eines Arztes sei er mit Geschäften überhaupt nicht vorbelastet. «Ich weiss nicht, wie ich zu meiner kapitalistischen Ader gekommen bin - sie war immer da.»

Ausgedienter PC als Zünder

Dem Beruf des Vaters hat Weber die ausgeprägte Leidenschaft für die Computertechnik zu verdanken, die 1985 ihren Anfang nahm, als dieser zum ersten Mal einen ausgedienten 286er-PC von der Arbeit nach Hause brachte. «Ich war sofort begeistert, den PC zu bedienen. Später beschäftigte mich das Aufrüsten und das Programmieren. Aber genauso gerne verkaufe ich PCs und deren Teile weiter.»

Ab 1994 beginnt der PC-Handel unter Freunden und Kollegen, in den Weber immer mehr Zeit investiert. Er fällt beim Erzählen in Nostalgie: Als 15-jähriger Bursche fuhr er mit dem Zug von Schaffhausen über die Grenze nach Jestetten, um ein RAM mit 1 MB für 55 D-Mark zu kaufen. Es ist die erste Rechnung in der Buchhaltung.

Noch während der Kantonsschule lässt sich Weber 1998 im Handelsregister eintragen, drei Tage nach seinem 18. Geburtstag. Dem hatte er besonders entgegengefiebert und so ungeduldig erwartet wie andere den Auto-Fahrausweis.

 
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