Die Marktforscher von
Context haben aktuelle Zahlen zum europäischen PC-Markt veröffentlicht. Demnach stieg der über die Distribution erzielte Notebook-Umsatz im September 2026 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass im untersuchten Zeitraum 2,8 Prozent weniger Geräte verkauft wurden. Verantwortlich für das Umsatzwachstum sind höhere durchschnittliche Verkaufspreise.
Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung bei Desktop-PCs. Hier brachen die Stückzahlen im September gegenüber dem Vorjahresmonat um fast 39 Prozent ein. Der Umsatz ging dagegen "nur" um 18,7 Prozent zurück. Auch in diesem Segment federten gestiegene Durchschnittspreise den Rückgang ab.
Bereits im Verlauf des dritten Quartals entwickelte sich der Notebook-Markt unterschiedlich. Im Juli stiegen die Stückzahlen um 9,1 Prozent und der Umsatz um 25,7 Prozent. Im August sank der Absatz dagegen um 13,3 Prozent, während der Umsatz noch knapp um 0,6 Prozent zulegte.
Eine wichtige Rolle spielen inzwischen KI-fähige PCs. Im dritten Quartal entfielen 65 Prozent des Notebook-Umsatzes und 53,5 Prozent des Desktop-Umsatzes auf Geräte mit KI-fähigen Prozessoren. Das hat auch deutliche Auswirkungen auf die Durchschnittspreise, denn: KI-fähige Notebooks kosteten im September im Distributionsgeschäft durchschnittlich rund 1100 Euro, während Modelle ohne entsprechende Prozessoren im Schnitt für rund 500 Euro verkauft wurden. Context weist allerdings darauf hin, dass dieser Unterschied nicht allein auf die KI-Funktionalität zurückzuführen ist. Vielmehr kommen KI-Prozessoren derzeit vor allem in höherwertigen Gerätekonfigurationen zum Einsatz.
(mw)