Der weltweite Markt für OEM-refurbished Drucker und Multifunktionsgeräte (MFP) hat im ersten Halbjahr 2026 weiter an Fahrt aufgenommen. Wie die Analysten von
IDC melden, stiegen die ausgelieferten Stückzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,5 Prozent. Das Wachstum konzentrierte sich insbesondere auf Amerika sowie die EMEA-Region.
Der weltweite Umsatz mit von den Herstellern selbst generalüberholten Geräten erreichte in den ersten sechs Monaten 2026 einen Rekordwert von 96,9 Millionen Dollar. Westeuropa steht dabei für 39,2 Prozent des weltweiten Marktwertes und ist damit die wichtigste Region. Zwar werden in den USA mehr Geräte verkauft, in Europa ist der Anteil höherpreisiger A3-Farb-Laser-MFPs jedoch grösser.
Als Wachstumstreiber nennt IDC neben dem Kostendruck auch Nachhaltigkeitsziele und regulatorische Vorgaben. Aber auch wirtschaftliche Faktoren machen generalüberholte Geräte attraktiver. Steigende Preise für neue IT-Hardware, unter anderem aufgrund angespannter Komponentenlieferketten und der hohen Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz, erhöhen laut den Analysten den Kostenvorteil gebrauchter und wiederaufbereiteter Hardware.
Zudem bauen Hersteller bestehende Hürden ab. So entstehen Leasingangebote für Refurbished Hardware, während OEM-Programme zunehmend Garantie- und Servicebedingungen bieten, die mit Neugeräten vergleichbar sind. Hinzu kommen Originalersatzteile und Verfahren zur sicheren Datenlöschung. IDC erwartet vor diesem Hintergrund insbesondere in Westeuropa kräftiges Wachstum. Die Stückzahlen von OEM-generalüberholten Druckern und MFPs sollen dort in den kommenden fünf Jahren durchschnittlich um 26 Prozent pro Jahr zulegen.
(sta)