Refurbished Hardware gewinnt im IT-Handel zunehmend an Relevanz. Eine Umfrage von ITscope im deutschen Channel gewährt nun detaillierte Einblicke der Entwicklung rund um den Handel mit gebrauchter Hardware unter den IT-Resellern. Das Fazit: Die Nachfrage steige, der Occasions-Handel sei aber kein Selbstläufer, so die Studienautoren. Für weiteres Wachstum in der Sparte brauche es etwa klare Informationen zum Zustand der Ware sowie Garantien. "Die grössten Hürden liegen nicht bei technischen Prozessen, sondern bei Vertrauen, Absicherung und Wirtschaftlichkeit", so ITscope.
Ohne die entsprechende proaktive Transparenz und Kommunikation bleibe zu viel Erklärungsbedarf rund um den Einkauf von Gebrauchtware. Genauere technische Angaben, klare Informationen zum Akkuzustand, Zertifizierungen, transparente Garantiebedingungen und nachvollziehbare Qualitätsprüfungen seien den Resellern besonders wichtig. Dazu kommt selbstverständlich der Preis: Nur mit den entsprechenden Preisvorteilen werden aufbereitete Geräte zu einer echten Alternative zu Neuware.
Die Zahlen in der Umfrage sprechen eine klare Sprache: 37 Prozent aller Befragten geben an, dass ihre Kunden bereits aktiv nach aufbereiteter Hardware fragen, 41 Prozent bieten bereits Refurbished-Produkte an.
"Viele Reseller warten nicht nur auf Nachfrage, sondern platzieren professionell aufbereitete Geräte aktiv als Alternative im Kundengespräch", so Oliver Charles, Managing Director von ITscope. "Das gilt besonders dann, wenn Neuware schwer verfügbar ist oder Kunden kosteneffiziente Lösungen suchen. Entscheidend ist, dass Reseller Zustand, Garantie und Verfügbarkeit klar einordnen können – und dass der Preisvorteil genug Spielraum für eine wirtschaftliche Marge lässt."
(win)