Der europäische Markt für Drucker-Hardware hat im Verlauf des zweiten Quartals 2026 an Dynamik eingebüsst. Wie die Marktforscher von
Context berichten, ging die Nachfrage über sämtliche wichtigen Produktkategorien hinweg zurück. Bis zur Kalenderwoche 26 lagen die Umsätze mit Tintenstrahl- und Laser-Multifunktionsgeräten sowie Einzelfunktionsdruckern demnach bereits unter dem durchschnittlichen Wochenniveau des Jahres 2025.
Am besten entwickelte sich trotz der Hürden weiterhin das Consumer-Segment. Die Umsätze mit Laserdruckern für Privatkunden stiegen im frühen zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent, während die Stückzahlen um 19 Prozent zulegten. Auch Tintenstrahldrucker für Endkunden verzeichneten ein Plus, der Umsatz nahm um 13 Prozent zu, die Verkaufszahlen um 4 Prozent.
Deutlich schwächer zeigte sich hingegen das Geschäft mit Unternehmenskunden. Business-Tintenstrahldrucker verzeichneten einen Rückgang der Stückzahlen um 14 Prozent und der Umsätze um 9 Prozent. Bei Business-Laserdruckern sanken die Stückzahlen um 1 Prozent, die Umsätze gingen um 9 Prozent zurück. Laut Context profitierte der Markt zu Beginn des Quartals noch von einer vergleichsweise schwachen Vorjahresbasis. Im weiteren Quartalsverlauf habe diese Dynamik jedoch nachgelassen.
Der Preisdruck hält zudem an. Abgesehen von einem temporären Anstieg im zweiten Quartal 2025 sind die durchschnittlichen Verkaufspreise für Tintenstrahl- und Laserdrucker in den vergangenen zwei Jahren gesunken. Für die zweite Jahreshälfte 2026 setzt die Branche nun darauf, dass sich die Nachfrage aus dem Unternehmensumfeld erholt und die nachlassenden Ersatzkäufe im Consumer-Segment kompensieren kann.
(sta)