Die Analysten von Gartner rechnen damit, dass Rechenzentren weltweit im Jahr 2026 rund 565 Terawattstunden Strom verbrauchen werden. Das entspricht einem Anstieg von 26,4 Prozent gegenüber 2025, als der Verbrauch bei 447 Terawattstunden lag. Für 2027 rechnet Gartner dann mit einem Stromverbrauch von 702 Terawattstunden, was einem weiteren Wachstum von 24,1 Prozent entspräche.
Verantwortlich für die Entwicklung ist laut Gartner vor allem die steigende Nachfrage nach rechenintensiven KI-Anwendungen. Die Analysten sehen die Verfügbarkeit von Energie zunehmend als entscheidenden Faktor für den Ausbau von KI-Infrastrukturen. Stromversorgung und Energiekosten würden damit zu zentralen Wettbewerbsfaktoren im KI-Markt, so die Auguren. Parallel dazu soll auch der Leistungsbedarf der Rechenzentren deutlich steigen. Gartner prognostiziert für 2026 eine weltweite Leistungsaufnahme von 132 Gigawatt, nach 104 Gigawatt im Jahr 2025. Bis 2030 soll dieser Wert auf 290 Gigawatt anwachsen.
Besonders stark wächst der Energiebedarf von KI-optimierten Servern. Deren Stromverbrauch soll 2026 auf 175 Terawattstunden steigen, was einem Plus von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit werden KI-Systeme laut Gartner bereits 31 Prozent des gesamten Stromverbrauchs von Rechenzentren verursachen. Für 2027 erwarten die Analysten einen weiteren Anstieg auf 258 Terawattstunden. Dann sollen KI-optimierte Server erstmals mehr Strom verbrauchen als herkömmliche Server, die rund 200 Terawattstunden verbrauchen werden.
Auch die Infrastruktur rund um die Rechenzentren benötigt zunehmend Energie. Für Kühlung und weitere technische Anlagen prognostiziert Gartner einen Verbrauch von 195 Terawattstunden im Jahr 2026 und 243 Terawattstunden im Jahr 2027.
Nachhaltigkeit in Rechenzentren ist das aktuelle Fokusthema der Printausgabe von "IT Reseller". Sie sind noch kein Abonnent?
Bestellen Sie hier ein kostenloses Probeabo und schnuppern Sie unverbindlich hinein in "IT Reseller".
(mw)