Gemäss
einem Bericht der Nachrichtenagentur "Reuters" (Paywall) plant die Gewerkschaft von
Samsung Electronics weiterhin einen 18-tägigen Arbeitsausstand ab dem 21. Mai. Hintergrund sind festgefahrene Verhandlungen über Bonuszahlungen im Halbleitergeschäft. Die Arbeitnehmervertretung fordert unter anderem höhere erfolgsabhängige Vergütungen sowie mehr Transparenz beim bestehenden Bonussystem.
Wie es in einem Bericht der "
Korea Times" heisst, hatte Samsung zuletzt angeboten, die Gespräche ohne Vorbedingungen wieder aufzunehmen. Die Gewerkschaft signalisierte zwar Gesprächsbereitschaft, knüpfte diese jedoch an konkrete Vorschläge des Unternehmens. Gewerkschaftschef Choi Seung-ho erklärte demnach, dass sich mehr als 50'000 Mitarbeitende am Streik beteiligen könnten.
Der "
Korea Herald" schreibt derweil, Samsung bereite sich intern bereits auf mögliche Produktionsstörungen vor. Demnach prüft der Konzern Massnahmen zur Stabilisierung der Fertigung in seinen Halbleiterwerken. Branchenbeobachter warnen vor möglichen Auswirkungen auf die globale Lieferkette für Speicherchips und andere Halbleiterprodukte.
"Reuters" zufolge belastete die Unsicherheit auch den Aktienkurs des Unternehmens, der um gegen 10 Prozent nachgegeben habe. Gleichzeitig würden sich staatliche Vermittlungsstellen in Südkorea um eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Management und Gewerkschaft bemühen.
(mw)