Die Preise für mobilen DRAM-Speicher haben sich im zweiten Quartal 2026 erneut stark erhöht. Das Marktforschungsunternehmen TrendForce berichtet bei LPDDR4X-Speicher von einem Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise um mindestens 70 bis 75 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Für LPDDR5X-Lösungen rechnet TrendForce mit einem Plus von 78 bis 83 Prozent.
Die hohen Speicherpreise erhöhen laut Trendforce den Kostendruck auf Smartphone-Anbieter erheblich. Die Marktforscher gehen davon aus, dass Hersteller ihre Produktionszahlen im Jahr 2026 senken könnten. Zudem könnten vereinbarte Abnahmemengen aus langfristigen Lieferverträgen teilweise nicht erreicht werden. Die Entwicklung wirke sich zudem auch auf die Ausstattung neuer Geräte aus. Im Premiumsegment etabliere sich 12 GB Arbeitsspeicher zunehmend als Standard, während Varianten mit 16 GB seltener würden. Geräte der Mittelklasse würden verstärkt mit 8 GB ausgestattet, Einstiegsmodelle meist mit 4 GB. Trotz der Entwicklung erwartet Trendforce für 2026 einen weiteren Anstieg der durchschnittlichen Speicherkapazität pro Smartphone auf 8,5 GB. Das entspreche einem Wachstum von rund 10 Prozent im Jahresvergleich.
(mw)
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