Der europäische Markt für Refurbished-PCs blieb im ersten Quartal 2026 gemessen an den Stückzahlen weitgehend unverändert beziehungsweise ging um 1 Prozent sogar leicht zurück. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingegen um 10 Prozent, da Kunden zunehmend auf Geräte mit besserer Ausstattung umstiegen, wie die Marktanalysten von Context schreiben.
"Während die Gesamtnachfrage nach Refurbished-PCs im ersten Quartal relativ stabil blieb, verändert sich die zugrunde liegende Marktdynamik recht schnell", sagt Jacky Chan. "Kunden sind zunehmend bereit, mehr für hochwertigere Refurbished-Geräte mit besseren Spezifikationen zu zahlen, insbesondere bei Notebooks." Dieser Wandel treibe das Wachstum des durchschnittlichen Verkaufspreises (ASP) voran und erweitere das Premium-Segment des Marktes. Geräte mit 16 GB RAM oder mehr machen mittlerweile fast 70 Prozent der Verkäufe von generalüberholten Notebooks aus, während der Anteil von 8-GB-Systemen trotz sinkender Preise stark zurückgegangen ist. "Systeme mit geringerer Ausstattung verlieren an Attraktivität, selbst wenn sie stark rabattiert sind, während die Nachfrage nach leistungsstärkeren Refurbished-Notebooks weiter zunimmt. Verbraucher betrachten generalüberholte Produkte zunehmend als langfristige Hauptgeräte und nicht mehr als kostengünstige Zweitgeräte", fügte Jacky Chan hinzu.
Das preisgünstigere Segment der Geräte zwischen 200 und 300 Euro verzeichnete im ersten Quartal einen Rückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während das Premium-Segment zwischen 500 und 600 Euro seinen Marktanteil deutlich von 5 auf 19 Prozent ausbaute. Mehr als 90 Prozent der in diesem Premium-Segment verkauften Geräte verfügten über mindestens 16 GB RAM und 512 GB Speicher.
Der Markt ist zudem nach wie vor stark spezialisiert und wird laut Context von Resellern bestimmt, wobei kleine und mittlere Reseller mittlerweile fast 70 Prozent des Umsatzes mit Refurbished-PCs in der Region ausmachen würden. Das Angebot setzt sich wiederum vor allem aus ehemaligen Unternehmensflotten zusammen, wobei
HP,
Lenovo und Dell die drei führenden Anbieter bleiben. Allein auf HP entfiel im Quartal etwa die Hälfte des Marktes für generalüberholte PCs.
(sta)