Der deutsche Übersetzungsspezialist
Deepl baut etwa ein Viertel seiner Belegschaft ab. Das entspricht rund 250 Mitarbeitenden, wie CEO Jarek Kutylowski in einem ausführlichen LinkedIn-Beitrag
schreibt. Darin bezeichnet er die Entscheidung als notwendige strukturelle Anpassung an die zunehmende Bedeutung von KI.
Kutylowski erklärt, KI verändere grundlegend, wie Unternehmen organisiert seien, wie Arbeit verteilt werde und wie viele Mitarbeitende für bestimmte Aufgaben benötigt würden. Künftig wolle DeepL mit kleineren Teams, flacheren Hierarchien und stärker automatisierten Prozessen arbeiten. KI solle dabei in sämtliche Unternehmensbereiche integriert werden, unter anderem in Produktentwicklung, Engineering und Kundensupport. Wie der CEO erklärt, reicht die bisherige Organisationsstruktur nicht aus, um langfristig als globales KI-Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben. DeepL wolle deshalb interne Abläufe neu gestalten und Routineaufgaben verstärkt durch KI-Systeme übernehmen lassen.
Gleichzeitig kündigt das Unternehmen weitere Investitionen in den Bereich Sprach-KI an. Ein Schwerpunkt soll dabei auf Echtzeit-Sprachübersetzungen liegen. Zudem übernimmt DeepL Teile des Teams von Mixhalo, einem Anbieter von Audio-Streaming-Technologie, und eröffnet ein Büro in San Francisco, um die Präsenz auf dem US-Markt auszubauen.
(mw)