Schon heute befinden sich 48 Prozent der weltweiten Datacenter-Kapazitäten in Hand von Hyperscalern oder werden von diesen geleast. Und in den kommenden fünf Jahren soll sich diese Marktkonzentration noch weiter zuspitzen. Die Analysten der Synergy Research Group gehen davon aus, dass der Hyperscaler-Anteil an den weltweiten Datacenter-Kapazitäten bis 2031 auf 67 Prozent und damit auf mehr als zwei Drittel ansteigt.
Im Umkehrschluss sinkt der Anteil an Co-Location- und unternehmenseigenen Rechenzentren rapide. Co-Location macht heute rund 20 Prozent des Marktes aus, On-Premises-Datacenter entsprechend 32 Prozent. Dies steht in krassem Gegensatz zu 2018, als 56 Prozent der Rechenzentrumskapazität in unternehmensinternen Einrichtungen untergebracht waren. Und mit Blick auf das Jahr 2031 soll der Anteil der On-Premises-Rechenzentren auf nur noch 19 Prozent sinken.
In diesem Zeitraum wird die Gesamtkapazität aller Rechenzentren aber gleichzeitig deutlich steigen, was in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass sich die Hyperscale-Kapazität mehr als verdreifacht, so die Analysten. Aber auch die Kapazität der On-Prem- und Colocation-Datacenter soll in Summe wachsen, selbst wenn ihr Anteil am Gesamtmarkt abnimmt.
"Cloud- und verbraucherorientierte digitale Dienste treiben bereits seit vielen Jahren Veränderungen in den Bereitstellungsmustern von Rechenzentren voran, doch in den letzten drei Jahren hat die KI-Technologie diese Veränderungen beschleunigt", sagte John Dinsdale, Chefanalyst bei der Synergy Research Group. "Wir beobachten eine unterschiedliche Zusammensetzung der Rechenzentrumsnutzung in den verschiedenen Regionen, doch insgesamt bewegt sich die Welt mit grossen Schritten auf eine Situation zu, in der Hyperscale-Betreiber für den Grossteil der globalen Rechenzentrumskapazität verantwortlich sind."
(sta)