Fujitsu hat angekündigt, im März mit der Produktion von Servern "Made in Japan" zu starten, die für den japanischen und europäischen Markt vorgesehen sind. Zum Einsatz kommen unter anderem Nvidia HGX B300 sowie Nvidia RTX Pro 6000 Blackwell Server Edition GPUs. Im Geschäftsjahr 2026 will Fujitsu zudem Server mit dem eigenen Fujitsu-Monaka-Prozessor fertigen. Dieser integriert Confidential-Computing-Technologie zur erweiterten Absicherung sensibler Daten.
Die Produktion soll im Werk Kasashima in Japan laufen. Die Fertigung erfolge in einem integrierten inländischen Produktionssystem, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Leiterplattenherstellung bis zur Endmontage abdecke, so
Fujitsu. Damit soll die vollständige Rückverfolgbarkeit gewährleistet werden. Das Werk Kasashima greife dabei auf Erfahrungen aus der Produktion des Supercomputers Fugaku und weiterer Hochleistungssysteme zurück. Zudem intensiviert Fujitsu die Zusammenarbeit mit Super Micro Computer für Planung, Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Wartung der KI-Server.
Hintergrund der Initiative sind laut Fujitsu zunehmende geopolitische Spannungen, steigende Cybersicherheitsrisiken und verschärfte regulatorische Vorgaben in Japan. Insbesondere Betreiber kritischer Infrastrukturen müssten Systemrisiken minimieren, Datenlecks verhindern und die Einhaltung lokaler Gesetze sicherstellen.
(mw)