Aveniq ist noch jung, stützt sich aber auf starke Wurzeln und viel Erfahrung. Entstanden ist das Unternehmen aus dem Zusammenschluss von GIA Informatik aus Oftringen und der Avectris-Gruppe aus Baden. Seither trifft eine grosse Vielfalt an Persönlichkeiten, Kompetenzen und Hintergründen aufeinander – und genau diese Mischung versteht
Aveniq als Stärke. Christian Obrecht, Head of Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung, betont, dass Aveniq flache Hierarchien und eine offene Kultur lebt. Niemand arbeitet abgeschottet in Einzelbüros. Auch die Geschäftsleitung sitzt im Grossraumbüro mitten unter den Teams. Obrecht erklärt es so: «Die Türen stehen offen, egal ob du ein Mitarbeiter am Welcome Desk bist oder ein GL-Mitglied: Wenn man ein Anliegen hat, geht man einfach zu der Person hin und spricht miteinander. Der Umgang ist sehr persönlich und unkompliziert.»
Dieses Miteinander auf Augenhöhe prägt auch die Führung. Obrecht beschreibt das Führungsverhalten als situativ. Je nach Bedarf setzen Führungskräfte klare Leitplanken oder lassen bewusst viel Freiraum. Wie selbstverständlich Begegnungen sein können, zeigt eine Anekdote von Obrecht. Ein neuer Mitarbeiter erzählt, er habe in seiner ersten Woche ungezwungen am Kaffeeautomaten mit dem CEO über Motorräder plaudern können – und am nächsten Tag beim HR-Chef über Fussball. Solche Momente zeigten, wie ernst Aveniq seine Werte nimmt. «Das Persönliche, das Miteinander auf Augenhöhe, die offene Tür – das ist bei uns nicht nur eine Floskel, wir leben das wirklich. Keiner ist besser als der andere», so der HR-Chef. Diese Haltung bilde das Fundament für die Zusammenarbeit im ganzen Unternehmen.
Aus Fehlern wird Fortschritt
Zu dieser Kultur gehört auch ein offener, konstruktiver Umgang mit Fehlern.
Aveniq macht daraus bewusst Lernchancen. In den regelmässigen Townhall-Meetings gibt es dafür das Format «Rethink», dort können Mitarbeitende freiwillig Erfahrungen und Lernmomente mit ihren Kollegen teilen. Laut Obrecht präsentierte erst kürzlich ein Mitarbeiter einen entsprechenden Fall vor mehreren hundert Kolleginnen und Kollegen und erhielt am Ende tosenden Applaus. Obrecht betont. «Wir wollen Fehler nicht als etwas Schlechtes sehen, sondern als Möglichkeit, anderen zu zeigen, wie sie daraus lernen können.»
Einen starren Prozess gebe es dabei nicht, erklärt der HR-Chef – angesichts der vielen unterschiedlichen Themen und Konstellationen wäre das schlicht nicht praktikabel. Entscheidend sei vielmehr die Haltung, Probleme offen anzusprechen, gemeinsam zu klären, warum sie entstanden sind, und daraus konkrete Massnahmen abzuleiten. So würden gemachte Fehler dabei helfen, Abläufe zu verbessern und das ganze Team weiterzubringen.
Aveniq – zum Unternehmen
Aveniq ist ein Schweizer IT-Dienstleister mit Standorten in Baden, Bern, Dübendorf, Oftringen und Cluj (Rumänien). Rund 520 Mitarbeitende unterstützen Unternehmen und Organisationen bis hin zu Betreibern kritischer Infrastrukturen mit Services rund um Cloud, modernen Arbeitsplätzen, SAP sowie IT-Security und Business Continuity.
Flexibilität, die Vertrauen zeigt
Flexibilität bei Arbeitsort und Arbeitszeit ist eine weitere Säule der Aveniq-Kultur. Eine generelle Präsenzpflicht gibt es nicht. Jede Führungskraft legt in ihrem Team fest, wie oft vor Ort gearbeitet wird. Kundennahe Fachbereiche seien naturgemäss häufiger ausser Haus, andere Teams halten sich regelmässiger im Büro auf. «Am Ende des Tages entscheidet die Führungskraft vor Ort, ob und in welchem Umfang eine Anwesenheitspflicht nötig ist», erklärt Obrecht. Entscheidend sei vor allem gegenseitiges Vertrauen. Solange die Leistung stimmt, könne jeder Mitarbeitende weitgehend selbst wählen, von wo aus er am effektivsten arbeitet. Ziel sei es, dass Mitarbeitende freiwillig und gerne ins Büro kommen, weil sie den persönlichen Austausch schätzen, nicht weil es ihnen vorgeschrieben wird, so Obrecht. Diese Freiräume sollen sowohl für den Arbeitsort als auch für die Arbeitszeit gelten. Mit flexiblen Gleitzeitmodellen soll möglichst gut auf die individuellen Bedürfnisse jeder Person im Team eingegangen werden.
Insgesamt stehen den Mitarbeitenden fünf mögliche Arbeitsorte zur Verfügung. Dazu gehören der Hauptsitz in Baden (Konnex-Gebäude) sowie Standorte in Bern, Oftringen und Dübendorf – und natürlich das Home Office. Wer lieber ins Büro kommt, finde dort ein attraktives Umfeld vor, und gleichzeitig sei es völlig akzeptiert, regelmässig von zuhause aus zu arbeiten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, direkt bei Kundinnen und Kunden vor Ort zu arbeiten, sofern dies für die jeweilige Aufgabe sinnvoll ist. Auch Arbeiten aus dem Ausland (sogenannte Workation) ist grundsätzlich möglich, jede Anfrage wird individuell geprüft. Sind alle rechtlichen und betrieblichen Vorgaben sowie Kundenanforderungen geklärt und die persönliche Eignung gegeben, steht dem Fernarbeitswunsch laut Obrecht nichts im Weg. «Sind die Voraussetzungen gegeben und eine Lösung gefunden, macht
Aveniq es möglich.»
Bei Aveniq sind gemeinsame Anlässe fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Als Höhepunkt gilt die jährliche Sommerparty, die intern als legendäres Sommerfest gehandelt wird. (Quelle: Aveniq)
Ein Büro, das mitdenkt
Die Investitionen in eine zeitgemässe Arbeitsumgebung sind entsprechend gross, um diese so attraktiv wie möglich zu gestalten. Im Mai 2024 ist
Aveniq in ein neues Bürogebäude in Baden gezogen. Auf rund 4000 Quadratemetern entstanden moderne Räumlichkeiten, in deren Planung die Mitarbeitenden früh eingebunden waren. Ihre Wünsche flossen laut Obrecht direkt in die Gestaltung ein. Entstanden ist ein offenes, lichtdurchflutetes Büro mit Gemeinschaftsbereichen für Austausch und Besprechungen – ergänzt durch ruhigere Rückzugszonen und Einzelkabinen für konzentriertes oder vertrauliches Arbeiten. Viel Tageslicht, eine grosse Cafeteria und grüne Ruheoasen sollen zusätzlich für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Wer Privatsphäre braucht, findet schallisolierte Telefonboxen oder Einzelkabinen. Sportliche Pendler können sich in den bereitstehenden Duschen frisch machen. Aveniq öffnet zudem die oberen Etagen auch für Kunden und Partner. Wer nach einem Meeting länger bleiben möchte, kann dort weiterarbeiten.
Komfort- und Serviceleistungen runden das Umfeld ab. Jeder Schreibtisch sei ergonomisch höhenverstellbar und mit grossen Bildschirmen ausgestattet. Kaffee- und Snack-Automaten sowie Körbe mit frischem Obst sind überall frei zugänglich.
Leistungen und Angebote für Mitarbeitende
Aveniq bietet seinen Mitarbeitenden weit mehr als nur einen Arbeitsplatz, ein umfangreiches Leistungspaket unterstreicht das ausgeprägte Familienverständnis. Alle Mitarbeitenden erhalten ein Halbtax-Abo für den öffentlichen Verkehr, finanziert von der Arbeitgeberin.
Aveniq bietet auch Unterstützung für berufstätige Eltern und übernimmt rund 20 Prozent der Kosten für externe Betreuungsplätze.
Dazu kommt ein vielseitiges Vergünstigungsprogramm. Auf dem Intranet-Portal können Mitarbeitende sich über mögliche Rabatte bei zahlreichen Partnern informieren, etwa für Elektronik, Sportartikel, Reisen oder Autos. Die Pensionskasse biete überdurchschnittliche Leistungen, sagt Obrecht. Wer erfolgreich neue Kolleginnen oder Kollegen vermittelt, erhalte über das «Bring-a-Friend»-Programm zudem eine attraktive Prämie. Aveniq entschädigt die Mitarbeitenden für die Nutzung des privaten Geräts für geschäftliche Zwecke und übernimmt die Kosten für ein Abo, welches auch privat genutzt werden kann.
Liberal zeigt sich Aveniq auch bei Arbeitszeit und Freizeit. Im Rahmen des «Freizeit-Plus»-Programms kann jeder Mitarbeitende jährlich bis zu zwei zusätzliche Ferienwochen kaufen. Nach fünf Jahren Firmenzugehörigkeit besteht sogar die Möglichkeit eines vierwöchigen Sabbaticals. Bei runden Dienstjubiläen kann der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin selber entscheiden, ob er oder sie statt einer Sonderprämie in bar lieber ein paar zusätzliche Ferientage nehmen möchte.
Zusätzlich legt das Unternehmen laut Obrecht grossen Wert auf das ganzheitliche Wohlbefinden. Alle Mitarbeitenden haben rund um die Uhr Zugang zu einer externen Sozialberatung – anonym und vertraulich. Ob private Sorgen oder berufliche Themen, jede Person könne sich beraten lassen, ohne dass das Unternehmen erfährt, wer den Dienst in Anspruch nimmt. Zusätzlich stehen noch je eine weibliche und eine männliche Vertrauensperson sowie die Mitarbeitervertretung (MAV) den Mitarbeitenden zur Verfügung.
Und natürlich sollen auch bei Aveniq Gemeinschaft und Spass nicht zu kurz kommen. Lauftreffs, Velotouren oder sogar Motorradausflüge bringen Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen zusammen. Regelmässige Teamevents schaffen weitere Gelegenheiten zum Austausch – etwa ein «Fürrobebier», gemeinsame Mittagspizzas oder Grillpartys im Sommer. Höhepunkte im Jahr seien ein Weihnachtsapéritif und ein grosses Sommerfest, bei dem die Mitarbeitenden zusammen feiern. Diese Anlässe stärken laut Obrecht den Zusammenhalt und machen gemeinsame Erfolge sichtbar.
Weiterkommen gehört dazu
Die stetige Weiterbildung soll bei
Aveniq ebenfalls nicht zu kurz kommen. Jedem Mitarbeitenden stehen pro Jahr mindestens fünf bezahlte Weiterbildungstage zu – intern oder extern, ob für Fachkurse, Konferenzen oder technische Zertifizierungen. Häufig sollen auch individuell zugeschnittene Programme ermöglicht werden, wenn sie zur aktuellen Funktion passen. Aveniq prüft jede Lerninitiative «wohlwollend» und übernimmt nach Bedarf ganz oder teilweise die Kosten, sofern ein unmittelbarer Nutzen für die Tätigkeit entsteht.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung von Nachwuchstalenten. Aktuell absolvieren 21 Lernende eine Lehre in den drei Informatikberufen (Applikationsentwicklung, Plattformentwicklung, ICT-Fachperson). Die Auszubildenden werden laut eigenen Angaben von Anfang an in reale Kundenprojekte eingebunden und durchlaufen verschiedene Abteilungen. Dieses Konzept fördere die Neugier, Kreativität und Eigenverantwortung. Das Unternehmen biete zudem eine spezielle Lehre für leistungssportlich engagierte Jugendliche an und wurde von Swiss Olympic als «leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb» ausgezeichnet.
Aveniq bildet aktuell 21 Lernende in drei IT-Berufen aus. Von Beginn an arbeiten sie an echten Projekten mit und werden mit einem starken Netzwerk in ihrer Entwicklung unterstützt. (Quelle: Aveniq)
Vom Kennenlernen bis zum Ankommen
Dass bei Aveniq nicht nur intern, sondern auch im Recruiting offene Türen vorherrschen, zeigt der Auswahlprozess. Interessenten können das Unternehmen unverbindlich bei einem «Coffee Talk» kennenlernen. Über die Karriere-Website lässt sich eine lockere Gesprächsrunde bei einer Tasse Kaffee organisieren – ohne Bewerbungsstress. Dabei gehe es darum, in entspannter Atmosphäre offene Fragen zu klären und mehr über Aveniq herauszufinden, so Obrecht. Ein Motivationsschreiben sei nicht erforderlich, ein Lebenslauf mit Zeugnissen genügt. Wer sich bewirbt, erhalte in der Regel innerhalb von zwei Arbeitstagen eine Rückmeldung, was von den Kandidaten oft gelobt werde, so der HR-Chef.
Meist bestehen die Auswahlverfahren aus zwei Gesprächen. Zunächst findet ein virtuelles Kennenlernen mit einer Recruiterin beziehungsweise einem Recruiter und der zukünftigen Führungskraft statt. Sind beide Seiten überzeugt, folgt ein zweites Treffen vor Ort, bei dem meist auch das künftige Team dabei ist. So kann die Bewerberin oder der Bewerber einen Eindruck vom künftigen Arbeitsumfeld gewinnen. Gegebenenfalls gibt es bei Führungspositionen noch eine dritte Runde oder ein Assessment. Entscheidend ist laut Obrecht, dass der Prozess zwar gründlich, aber zugleich zügig abläuft – Geschwindigkeit sei in einem umkämpften IT-Arbeitsmarkt ein wichtiger Erfolgsfaktor, ohne dass dabei Sorgfalt verloren geht.
Dass dieser Ablauf der offenen Firmenkultur entspricht, bestätigen laut dem HR-Chef auch ehemalige Bewerber. Kandidaten würden den Prozess immer wieder als «schnell, transparent, persönlich und auf Augenhöhe» beschreiben. Obrecht hebt hervor, dass man mit dem raschen, persönlichen Umgang zeigen möchte, dass bei Aveniq genauso miteinander umgegangen wird, wie man es schon im ersten Gespräch erlebt hat.
Wer die Auswahl erfolgreich durchlaufen hat, werde von Tag eins an herzlich willkommen geheissen, verspricht Obrecht. Die neuen Kolleginnen und Kollegen werden am ersten Arbeitstag empfangen und direkt mit allen nötigen Arbeitsmitteln versorgt. Schon nach wenigen Wochen soll ein offizieller Willkommensanlass stattfinden. Dabei empfange die gesamte Geschäftsleitung alle neuen Mitarbeitenden und erläutere die Unternehmensstrategie sowie die zentralen Werte von
Aveniq. Die Neuzugänge sollen dabei spüren, dass ihnen auf Augenhöhe begegnet wird. Dabei soll zusätzlich das Gefühl vermittelt werden, gemeinsam viel erreichen zu können – jede neue Idee und jedes Talent trägt zum Wachstum des «jungen Pflänzchens» Aveniq bei, unterstreicht Obrecht.
(dow)