Die weltweiten Absatzzahlen von Desktops, Notebooks und Workstations sind allein im vierten Quartal 2025 um 10,1 Prozent auf 75 Millionen Einheiten gestiegen. Für das Gesamtjahr beliefen sich die PC-Lieferungen somit auf 279,5 Millionen Einheiten, was einem Plus von 9,2 Prozent gegenüber 2024 entspricht. 220,4 Millionen Einheiten entfielen auf die Notebooks-Kategorie (+8%), 59 Millionen verkaufte Geräte (+14,4%) waren laut den Marktanalysten von Omdia wiederum Desktops.
Allerdings zeigte die aktuelle Knappheit bei Speicherkomponenten bereits Mitte des Jahres Effekte auch im PC-Markt. Steigende Preise bei internem Speicher und Arbeitsspeicher werden sich wohl oder übel auf die PC-Preise auswirken, wie die Hersteller signalisiert haben. "Zwischen dem ersten und vierten Quartal 2025 stiegen die Kosten für Mainstream-PC-Arbeitsspeicher und -Speichermedien um 40 bis 70 Prozent, was zu Kostensteigerungen führte, die an die Kunden weitergegeben wurden“, sagt Ben Yeh, Principal Analyst bei
Omdia. Angesichts der knappen Versorgung im aktuellen Jahr würde sich die Branche daher auf High-End-Systeme und schlankere Konfigurationen im mittleren bis unteren Preissegment konzentrieren.
"Im Jahr 2026, wenn die Nachfrage nach Geräteersatz noch nicht vollständig abgeklungen ist, wird der Druck auf der Angebotsseite noch stärker zu spüren sein und das Angebot wird die Nachfrage nicht vollständig decken können", prognostiziert Yeh weiter. "Die tatsächliche Lieferleistung wird von der Beschaffung von Arbeitsspeicher und Speichermedien durch die Anbieter und ihrer Verhandlungsmacht abhängen." Eine Umfrage von
Omdia unter B2B-Vertriebspartnern mit Blick auf die Entwicklung ihres PC-Geschäfts ergab jedoch, dass 57 Prozent für 2026 mit Wachstum rechnen, was darauf hindeutet, dass nach wie vor eine hohe Nachfrage besteht.
(sta)