Technologiesektor bestimmt das Schweizer M&A-Karussell

Technologiesektor bestimmt das Schweizer M&A-Karussell

Mit über 500 M&A-Deals übertrifft der Schweizer Markt 2025 die Zahlen des Vorjahres. Vor allem im Sektor Telekommunikation, Medien und Technologie wurde wieder munter zugekauft. Mit Blick auf das Deal-Volumen hat jedoch ein anderer Sektor die Nase vorn.
14. Januar 2026

   

Für 2025 kann der Schweizer Markt insgesamt 502 M&A-Transaktionen mit einem gesamten Deal-Volumen von 166,8 Milliarden US-Dollar vorweisen. 2024 waren es noch 464 Transaktionen mit insgesamt 115,1 Milliarden Dollar. Trotz des Zuwachses bleibt der Markt aber leicht hinter den Erwartungen zurück, wie die Marktanalysten von KPMG resümieren. Gründe sind ein schwieriges ökonomisches Umfeld und die Zurückhaltung vieler Unternehmen.


Die meisten Transaktionen entfielen auf den Sektor Telekommunikation, Medien und Technologie (TMT). Hier meldet KPMG insgesamt 84 Deals, wobei 58 Prozent den Bereich Software betreffen, 15 Prozent wiederum Hardware & Electronics. Das Gesamtvolumen beträgt 9,8 Milliarden Dollar, den Löwenanteil machen dabei die Investitionen in die Global Blue Group, in U-Blox sowie in die Swiss Marketplace Group aus. Mit 53 Milliarden Dollar kann jedoch der Sektor Pharmaceuticals & Life Sciences das grösste Volumen des Schweizer Marktes vorweisen.
Schweizer Unternehmen blieben laut den Analysten zudem auch 2025 aktive Akteure im internationalen Markt. In 225 Fällen erwarben sie ausländische Unternehmen oder Beteiligungen, was nahezu die Hälfte aller Transaktionen ausmacht. "Dank hoher Liquidität und robuster Bilanzen sind Schweizer Unternehmen als internationale Käufer dafür sehr gut aufgestellt", erläutert Timo Knak. Ausländische Käufer übernahmen im gleichen Zeitraum lediglich 133 Schweizer Unternehmen oder Beteiligungen. Mit 49 Deals spielten reine Inlandstransaktionen nur eine untergeordnete Rolle.


Für 2026 erwartet KPMG abermals eine leichte Zunahme der M&A-Aktivität in der Schweiz. Gleichzeitig sollen technologische Faktoren das Geschehen weiter prägen. "Die Beurteilung von KI- und Cyber-Resilienz sowie der entsprechenden Readiness wird 2026 zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für jede Transaktion und muss frühzeitig in die M&A-Planung einbezogen werden", erklärt Timo Knak. "Zudem wird im Zuge der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten ein noch genaueres Augenmerk auf die nachhaltigen und vorhersehbaren Wachstums- und Ertragsaussichten der Zielunternehmung gelegt." (sta)


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