"Wir wollen die 100-Millionen­-Grenze knacken"

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Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2019/05 – Seite 1
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4. Mai 2019 - Swiss IT Security, eine Gruppe bestehend aus rund einem Dutzend kleinerer Sicherheitsspezialisten, will in diesem Jahr sowohl Umsatz wie auch Zahl der Mitarbeiter annähernd verdoppeln.
"Sowohl Kunden wie auch Mitarbeiter verbinden mit einem Firmennamen immer auch Emotionen." Philipp Stebler, CEO, Swiss IT Security (Quelle: Swiss IT Security)
Seit rund zwei Jahren macht Swiss IT Security regelmässig mit Übernahmen im Security-Umfeld von sich reden. So wurden 2018 im deutschsprachigen Raum etwa Alphabit, Expertcircle, die MIT-Group oder Keynet Teil der Gruppe, und jüngst ist das deutsche Unternehmen Pallas zu Swiss IT Security gestossen.

Doch welches Ziel verfolgt Swiss IT Security durch die zahlreichen Übernahmen, und welche Philo­sophie steckt hinter der Gruppe, die inzwischen mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt? Dazu hat sich "Swiss IT Reseller" mit CEO Philipp Stebler unterhalten. ­Stebler, der 2002 den Sicherheitsspezialisten Execure gründete, hat zusammen mit Ufenau Capital Partners vor rund zwei Jahren Swiss IT Security ins Leben gerufen.

"Swiss IT Reseller": Können Sie die Idee hinter dem Konstrukt Swiss IT Security ein wenig ausführen?
Philipp Stebler: Im Security-Umfeld ist die Situation für kleine Unternehmen überall dieselbe: Sie können sich zwar nur auf gewisse Themen fokussieren, müssen dem Kunden aber die ganze Bandbreite an Lösungen liefern und zusätzlich einen 24/7-Service anbieten. Das wird zunehmend schwieriger, auch darum, weil Kunden zunehmend ihre Lieferanten konsolidieren möchten und auch die Hersteller immer höhere Anforderungen stellen – beispielsweise gewisse Volumen bei der Abnahme verlangen. Mit diesen Herausforderungen war auch mein 2002 gegründetes Unternehmen Execure konfrontiert. Meine Idee war, mehrere Firmen aus dem Security-Umfeld in einer Art Konglomerat zusammenzuschliessen. Allerdings wusste ich, dass dabei lose Zusammenschlüsse nicht funktionieren. Vor zwei Jahren wurde ich dann mit Ufenau Capital Partners zusammengeführt, einem kleinen Wachstumsinvestor mit Sitz in Pfäffikon SZ, der viel Erfahrung beim Thema Gruppenbildung vorweisen kann. Swiss IT Security ist heute eine von rund zehn Gruppen dieses Investors – und zwar die Gruppe, die am schnellsten wächst.
Werden die Firmen der Gruppe übernommen?
Ja, jedes Unternehmen, das zu Swiss IT Security stösst, wird zu 100 Prozent übernommen. Die Eigentümer bleiben aber operativ im Geschäft und müssen sich am Eigenkapital von Swiss IT Security beteiligen. So hat Swiss IT Security heute ein Dutzend Aktionäre – nämlich alle Geschäftsführer der Gruppengesellschaften.

Die übernommenen Firmen agieren aber weiter unter ihrem Namen?
In der Regel schon. Der Entscheid ist abhängig von der Grösse des Unternehmens und davon, wie verankert der Name ist. Menschen – sowohl Kunden wie auch Mitarbeiter – verbinden mit einem Firmennamen immer auch Emotionen. Ein Mitarbeiter ist in der Regel stolz, bei der Firma X oder Y zu arbeiten, und das wollten wir erhalten. Die Firmen bleiben auch selbstständig. Wir bieten seitens Swiss IT Security drei zentrale Dienste an: HR, Finance und Marketing. Das sind typischerweise die Bereiche, bei denen sich ein Kleinunternehmen keine vollwertigen Stellen leisten kann. Gemeinsam aber können wir ein professionelles HR oder ein vollwertiges Marketing finanzieren.
 
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