Mobilezone arbeitet an einer digitalen Plattform für alles

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(Quelle: Mobilezone)
Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2019/04 – Seite 1
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30. März 2019 - Ein neues ERP- und Kassensystem sowie ein neuer Online-Shop sind die ersten Etappen der Omnichannel-Strategie von Mobilezone, deren Ziel eine allumfassende Plattform für sämtliche Angebote ist.
Mit einem neuen ERP- und Kassensystem hat Mobilezone Anfang Februar die erste Etappe seines Omnichannel-­Projekts umgesetzt. In einer zweiten Etappe soll nun ein komplett neu entwickelter Online-Shop an den Start gehen. "Swiss IT Reseller" hat sich mit Roger Wassmer, Chief Operating Officer, und Fritz Hauser, Director IT & Logistics, von Mobilezone über den neuen Online-Shop und die Omnichannel-Strategie und -Pläne des Unternehmens unterhalten.

"Swiss IT Reseller": Mobilezone hat Anfang 2019 ein neues ERP- und Kassensystem eingeführt. Wieso war dies notwendig?
Roger Wassmer, COO: Mobilezone feiert dieses Jahr sein 20-Jahr-Jubiläum. Wir sind über die Jahre stetig gewachsen und die IT-Infrastruktur mit uns. Das führte zu einer heterogenen IT-Infrastruktur mit vielen Schnittstellen und gewissen Limitierungen. Aufgrund dessen haben wir vor zwei Jahren entschieden, dass wir die IT-Landschaft erneuern müssen. Heute haben wir mit Microsoft D365 Finance and Operations ein komplett neues ERP-System sowie zusätzlich ein neues Kassensystem.

Die Einführung des neuen ERP- und Kassensystems ist die erste Etappe Ihres Omnichannel-Projekts. Wieso musste als erster Schritt die IT-Landschaft erneuert werden?
Wassmer: Das Ziel unserer Omnichannel-Strategie ist, dass der Kunde, egal über welchen Kanal er zu uns gelangt, stringente Aussagen und Offerten bekommt. Damit das möglich wird, haben wir auf der einen Seite diese neue IT-Landschaft benötigt. Auf der anderen Seite bedingt Omnichannel auch immer einen Mindchange, den wir parallel dazu in den letzten zwei Jahren mit unseren Mitarbeitern in Angriff genommen haben. Mittlerweile ist eine übergreifende Denkweise schon sehr viel ausgeprägter, der Prozess ist aber noch nicht ganz abgeschlossen.
Wie sieht die Omnichannel-Strategie von Mobilezone aus?
Wassmer: Unsere Angebote sollen nicht nur offline klar kommuniziert werden, sondern auch in anderen Kanälen – zum Beispiel online oder am Telefon – identisch aussehen. Die nächste Etappe wird daher unser neuer Online-Shop sein, der Anfang April lanciert wird. Damit ist zum Beispiel der Warenkorb auch in den Läden einsehbar, wenn sich der Kunde nicht zum Online-Kauf entschliesst, etwa weil er noch Beratung braucht. Auch die Belieferung aus dem Zentrallager und Click & Collect werden effizienter: Bisher brauchte es mehrere E-Mails und Telefonate, wenn ein Kunde etwas online bestellen und im Laden abholen wollte. Heute läuft alles automatisiert. Dieses Zusammenspiel zwischen online und stationärem Handel wird dann zu 100 Prozent funktionieren.

Welche weiteren zusätzlichen Funktionen bringt der neue Online-Shop?
Wassmer: Neu stehen alle Informationen des Kunden im gesamten Prozess und überall zur Verfügung. Wenn heute jemand seinen Kaufvorgang abbricht und dann telefonischen Kontakt mit uns hat, dann können wir nicht nachvollziehen, was er kaufen wollte. Zudem steht dem Kunden neu ein Verlauf seiner getätigten Einkäufe zur Verfügung, inklusive der Garantiebelege. Was wir in naher Zukunft weiter aufbauen werden, sind Services auf der Plattform, also nicht nur ein reiner Verkauf von Hardware. So sollen beispielsweise auch Trade-in-Prozesse abgebildet werden, wenn jemand sein altes Smartphone als Anzahlung an das neue Gerät geben will. Technisch bekommt der Kunde mit dem neuen Online-Shop also Technologien, die es heute erst in ganz wenigen Shops gibt.
Fritz Hauser, Director IT & Logis­tics: Der moderne, neue Shop auf Basis einer Single-Page-Application soll uns von dem historisch eher etwas angestaubten Shop wegholen. Wir waren in der Vergangenheit eher Offliner. Nun wollen wir in der anderen Richtung aufholen. Wir haben in letzter Zeit viel Aufholarbeit geleistet und haben noch immer viel vor. Für diese Pläne ist es wichtig, dass wir eine tragfähige Ausgangslage schaffen. Wir haben viele alte Zöpfe abgeschnitten und uns von Sachen gelöst, die uns zurückgehalten haben. Dabei spreche ich vor allem von den alten Systemen und Prozessen. Heute sind wir parat, um auf neuer Basis unsere Leistungen, die wir in den verschiedenen Geschäftsbereichen bereitstellen, zu verknüpfen. Unser gesamtes Angebot soll deshalb auf einer digitalen Plattform zusammengeführt werden. Diese Plattform soll auch für künftige Services und Angebote als Basis dienen.
 
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