Ricardo erhöht Gebühren - zum Teil massiv

Ricardo erhöht Gebühren - zum Teil massiv

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18. Juli 2018 - Der Online-Marktplatz Ricardo.ch streicht im Rahmen einer Überarbeitung des Gebührenreglements die Einstellgebühren, hebt aber gleichzeitig die Abschlussgebühren an. Im Fokus der Anpassung steht für Ricardo.ch die Optimierung des Prozesses.
Der Marktplatz Ricardo.ch streicht die Einstellgebühren, erhöht jedoch die Abschlussgebühren, wie Ricardo.ch in einem Newsletter bekannt gibt. Das neue "stark vereinfachte Gebührenreglement", wie es im Schreiben heisst, tritt ab dem 26. Juli in Kraft und soll der allgemeinen Optimierung des gesamten Verkaufsprozesses dienen. In einem ersten Schritt werden die Einstellgebühren abgeschafft. Unabhängig davon, wie oft der Verkäufer einen Artikel nicht verkauft und erneut online stellt, es werden keine Kosten mehr für die Inserierung fällig. Dies vereinfacht den Verrechnungsprozess für alle Seiten und macht das (bisher ziemlich komplizierte) Gebührensystem etwas übersichtlicher. Benutzerfreundlichkeit für alle Seiten sei denn auch das primäre Ziel des Updates, so die Pressestelle von Ricardo.ch gegenüber "Swiss IT Reseller": "Es handelt sich nicht um eine Gebührenerhöhung oder -senkung, sondern um eine Umstellung des Gebührenmodells, das aufgrund der technologischen Komplexität schrittweise auf Ricardo.ch eingeführt wird."

Im gleichen Zug erhöht Ricardo.ch aber die Abschlussgebühren, von bisher 8 auf neu 9 Prozent. Ausserdem wird die maximale Abschlussgebühr von 40 auf bis zu 190 Franken angehoben. Diese neue Gebührenstruktur hat für verschiedene Arten von Verkäufen sehr unterschiedliche Auswirkungen (siehe detaillierte Zahlen in der Bildergalerie). Beim Verkauf eines Produktes unter 30 Franken hilft das neue System dem Verkäufer tendenziell, die Gebühren sind minimal tiefer oder gleichbleibend. Bei Produktpreisen zwischen 30 und 400 Franken wird es für den Verkäufer minimal teurer. Dieser Effekt wird aber wahrscheinlich für die meisten Verkäufer durch die wegfallenden Einstellgebühren bei mehrfachen Verkaufsversuchen wieder wettgemacht. Spürbar teurer wird es für Produkte über 400 Franken: Weil die maximale Abschlussgebühr von 40 auf 190 Franken angehoben wurde, werden besonders Artikel ab 1000 Franken Nettopreis nun mit höheren Gebühren belegt. Für einen Verkaufspreis von 2000 Franken sind ab Ende Juli knapp 137.50 statt wie bislang 42.50 Franken Gebühren fällig. Ricardo.ch dazu: "Durch die Vereinheitlichung der Erfolgsprovision einerseits und den gleichzeitigen Verzicht auf die Einstellgebühren andererseits ändert sich für Ricardo.ch nichts bei den Gebühreneinnahmen. Vom neuen Modell profitieren etwa Verkäufer von eher tiefpreisigen Produkten oder die, die Artikel mehrmals einstellen müssen, bis diese verkauft werden."
Es ist schwer genau nachzuvollziehen, welche exakten Auswirkungen die Änderungen letztlich haben, da keine Zahlen zu nicht verkauften Artikeln verfügbar sind. Die Erlösung von den Einstellgebühren hat aber sicher zur Folge, dass zahlenmässig weniger Rechnungen gestellt werden müssen. Besonders bei gewerblichen Verkäufern war das heutige Gebührensystem "nicht immer transparent für die Marktteilnehmer", wie Ricardo.ch selbst schreibt. Eine Vereinfachung des Systems ist somit sicherlich willkommen.

Ebenfalls Teil des Updates ist übrigens eine teilweise Überarbeitung der Website (siehe Bildergalerie), die Einführung neuer Zahlungsmittel wie Apple Pay und Kreditkartenzahlung für alle Mitglieder sowie neu überarbeitete AGB. (win)

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Kommentare

Donnerstag, 26. Juli 2018 Mario
Bis jetzt ist das Gebührensystem nicht umgestellt worden.

Mittwoch, 18. Juli 2018 Philipp
... und tschüss ricardo. völlig überrissene preise.

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