SAP-Profis verzweifelt gesucht

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2008/04 – Seite 1
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10. März 2008 - In ERP-Projekten sind SAP-Spezialisten Mangelware. Kein Wunder gehören sie zu den Bestverdienenden. Ein Grossteil kommt für temporäre Einsätze aus Deutschland, weshalb Schweizer Löhne auf hohem Niveau einfrieren.
IT-Profis sind eine rare Spezies, dies ist mittlerweile eine Binsenwahrheit. Die Wirtschaft boomt und IT-Projekte schiessen wie Pilze aus dem Boden. Kein Wunder, gehen auch die Forderungen der Arbeitnehmenden nach oben. Gulp, der deutsche Vermittler von IT-Freiberuflern, hat zum 1. Februar 2008 einen durchschnittlichen Stundenansatz von 71 Euro errechnet. Damit stieg der Wert innerhalb eines Jahres um 3 Euro oder 4 Prozent. Die 1050 von Gulp erfassten Schweizer Berufskollegen hingegen (die Gulp-Datenbank umfasst 63’000 Profile) konnten ihren mittleren Stundenlohn nicht anheben: Er stagniert heute wieder auf dem sehr hohen Niveau von Anfang 2004. Bei Gulp interpretiert man die Stagnation der Schweizer Ansätze mit der Tatsache, dass im Vergleich zu den Nachbarländern die Schweizer IT-Profis bereits sehr hoch dotiert sind und mit der Öffnung des Arbeitsmarktes durch die Abkommen mit der Europäischen Staatengemeinschaft.
Der Schweizer Projektmarkt scheint für die Arbeitsvermittler ein lukratives Pflaster zu sein: Gulp plant derzeit die Eröffnung einer Geschäftsstelle in Zürich.

Mehr Festanstellungen

Die Schweiz ist auch für Peter Kosel, Managing Director von Hays Schweiz, ein interessanter Markt. Von den 75’000 selbständigen IT-Profis in seiner Datenbank für die Dach-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) sind 3500 aktuell tätig. «Wir übertreffen in der Schweiz das bereits beträchtliche Wachstum des Hays-Konzerns von 20 Prozent jährlich, sagt Kosel. Dabei liegt das Verhältnis von projektbezogenen, befristeten Einsätzen verglichen mit Festanstellungen, die Hays vermittelt, bei 60 zu 40 Prozent. Gemäss Kosel kommt es in der Schweiz aufgrund der weniger strengen Kündigungsvorgaben seitens des Gesetzgebers häufiger zu Festanstellungen als im benachbarten Ausland, und die Projektdauer ist hierzulande mit durchschnittlich neun Monaten tiefer als in Deutschland.
«65 bis 70 Prozent der von uns in der Schweiz Vermittelten kommen aus Deutschland, und das bereits seit Jahren», sagt Kosel zum Thema Personalnotstand im IT-Bereich. Projekte, in denen nur Englisch gesprochen werde, gibt es aus Kosels Erfahrung vor allem im Investment Banking. ­Ansonsten sei Deutsch als Muttersprache für Schweizer Projekte Standard.
 
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