Der weltweite Smartwatch-Markt hat im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang der Auslieferungen um 4 Prozent verzeichnet. Dies geht aus Zahlen von Counterpoint Research hervor. Die Marktforscher führen die Entwicklung vor allem auf die anhaltende Schwäche bei günstigen Basis-Smartwatches und längere Austauschzyklen zurück. Gleichzeitig hätten Käufer hochwertiger Modelle Neuanschaffungen mit Blick auf bevorstehende Produktneuheiten aufgeschoben.
Huawei führte den Markt im zweiten Quartal mit einem Anteil von 22 Prozent an und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Rund 80 Prozent der weltweit ausgelieferten Huawei-Smartwatches entfielen dabei auf China.
Apple wiederum verzeichnete unter den fünf grössten Herstellern das stärkste Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die Ende 2025 eingeführten Modelle Watch Series 11 und Watch SE 3 machten laut Counterpoint zusammen mehr als 80 Prozent der Apple-Auslieferungen aus.
China blieb mit einem Anteil von 38 Prozent der weltweit grösste Smartwatch-Markt und erreichte ebenfalls einen neuen Höchststand. Die Auslieferungen im Land stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 7 Prozent. Counterpoint führt dies unter anderem auf die starke Nachfrage nach einheimischen Marken wie
Huawei und Imoo sowie staatliche Subventionen für Unterhaltungselektronik zurück.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Counterpoint ein Wachstum der weltweiten Smartwatch-Auslieferungen um rund 1 Prozent. Bis 2030 rechnen die Marktforscher mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 3 Prozent. Neue Funktionen wie lokale KI-Verarbeitung, Blutdruckmessung und langfristig die nicht-invasive Blutzuckermessung sollen dabei neue Kaufanreize schaffen.
(mw)