Der Zahlungsdienstleister Stripe und der Finanzinvestor Advent streichen wohl ihre Pläne für eine Übernahme von
Paypal. Wie "Bloomberg" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen
berichtet, hat das Konsortium seine entsprechenden Bemühungen eingestellt. Zuvor sollen Stripe und Advent mehr als 50 Milliarden US-Dollar für Paypal geboten haben. Dem Verwaltungsrat des Zahlungsdienstleisters war diese Summe Medienberichten zufolge jedoch zu niedrig.
Nachdem das Aus für die Gespräche bekannt geworden war, geriet die Paypal-Aktie deutlich unter Druck. Im nachbörslichen Handel verlor das Papier zeitweise rund 14 Prozent. Bisher hatten die Übernahmeberichte für Stabilität des Kurses gesorgt.
Spekulationen über einen möglichen Verkauf von Paypal waren bereits Anfang des Jahres aufgekommen. Hintergrund war unter anderem die schwache Entwicklung der Aktie, die zuvor über längere Zeit deutlich an Wert verloren hatte. Paypal steht seit längerem unter Druck. Als Ursachen gelten unter anderem der zunehmende Wettbewerb durch Dienste wie Apple Pay und Google Pay. Die schwache Geschäftsentwicklung hatte Anfang Februar zudem personelle Konsequenzen an der Unternehmensspitze: CEO Alex Chriss musste seinen Posten räumen.
(sta)