Am 24. Juni 2026 ging das Swiss Software Festival in die zweite Runde. Organisiert wurde der Anlass von
Swiss Made Software, dem Herausgeber der drei Labels
Swiss Made Software, Swiss Hosting und Swiss Digital Services. Als Austragungsort diente wie schon im Vorjahr der Innovationscampus Uptownbasel in der Basler Nachbargemeinde Arlesheim.
Angesprochen wurden Entwicklerinnen und Entwickler, Vertreter von Software-Unternehmen, Anwender sowie alle anderen, die sich für die Software-Entwicklung in der Schweiz interessieren. Gerechnet hatten die Veranstalter mit 600 bis 650 Teilnehmenden. "Mit 630 Anmeldungen sind wir gegenüber letztes Jahr nochmals deutlich gewachsen", sagt Thomas Brenzikofer, Managing Partner von Swiss Made Software.
Damit war der Standort gut gefüllt. Der Campus in Basel fasst knapp 650 Personen und bot auch bei der zweiten Ausgabe des Swiss Software Festivals Platz für Vorträge, Diskussionen, Verpflegung und den Austausch zwischen Teilnehmenden, Sponsoren und Organisatoren. Entsprechend zeigte sich vor Ort rasch: Der Branchentreff hat auch im zweiten Jahr sein Publikum gefunden.
Programm für viele Interessen
Geboten wurde den Gästen ein breit gefächertes Programm. Der Tag begann mit Welcome Coffee und der Begrüssung durch Moderatorin Lisa Stähli von Hello 50:50 World. Danach folgte die erste Plenary Session unter dem Titel "The Future of Software Engineering in Switzerland". Auf dem Programm standen Keynotes von Thomas Wüst von
Ti&m, Penny Schiffer von
UBS, Sarah Toms vom IMD und Raffaelle Grillo von
Abacus Research sowie ein Leadership Panel.
Insgesamt umfasste das Festival sieben Themen-Tracks, die jeweils in eine Session am Morgen und eine Session am Nachmittag aufgeteilt waren. Die Tech Tracks deckten Cybersecurity, Platform Engineering & Software Architecture, Artificial Intelligence und Digital Experience ab. Dazu kamen der Women-in-Tech-Track Future of Work, der Swico-Track Swiss Software Leaders sowie ein Track zu Digital Sovereignty.
Ergänzt wurde das Programm durch zwei Spezialformate. Am Vormittag standen Prantls 5A Success Stories auf dem Programm, am Nachmittag ging es um Data Fairness. Insgesamt waren auf der offiziellen Programmseite 88 Speaker aufgeführt. Das Publikum konnte zwischen den Sessions wechseln und sich in den anschliessenden Diskussionen mit Fragen und Anmerkungen einbringen.
Den inhaltlichen Abschluss bildete die zweite Plenary Session "Digital Sovereignty: what’s next?". Moderiert wurde sie von Christian Walter, Managing Partner von
Swiss Made Software. Auf Keynotes von Aarno Aukia von
VSHN und Cecilia Rikap vom University College London folgte ein Leadership Panel mit René Raeber von
Microsoft, Michael Dudli von
Xelon, Christoph Bräunlich von
BSI Software, Kevin Forster von Deepcloud und Nationalrätin Jacqueline Badran.
Im Women-in-Tech-Track ging es um die Arbeitswelt der Zukunft und den Einfluss von KI auf technische Rollen. Barbara Stäuble, Executive Board Member bei Women in Tech Switzerland, moderierte die Runde mit Björn Zapadlo, CTO von Adcubum, Jordis Herrmann, Engineering Manager Motion Intelligence bei Anybotics, Jess Conser, Chief AI Impact Officer bei Maginative, und Mennatallah El-Assady, Professorin an der ETH Zürich und Mitglied des UN Independent International Scientific Panel on AI (v.l.n.r.). (Quelle: SITM)
Im Tech Track ging es um moderne Software-Architekturen, Plattformen und Cloud-native Infrastrukturen, von internen Developer-Plattformen bis zu verteilten KI-Workloads. Markus Speth, Partner Marketing, Communications & People bei VSHN, moderierte die Runde mit Andrés Bott, Senior Computer Scientist bei Adobe, Eberhard Loesch, Consultant & AI-Expert bei Noser Engineering, und Marko Klemetti, CTO von Eficode (v.l.n.r.). (Quelle: SITM)
Daniel Hogg, Head of Technology Innovation bei Adnovum, zeigte im AI-Track eine Anwendung für KI-gestützte Prozessautomatisierung. (Quelle: SITM)
Jonas Felix, Co-Founder und Trainer bei letsboot.ch, sprach im AI-Track über Agentic Software Engineering und den Einsatz von KI in der Software-Entwicklung. (Quelle: SITM)
Manuel Deloche von Kyos SA sprach im Cybersecurity-Track über Datenschutz in SaaS-Umgebungen. (Quelle: SITM)
Austausch trotz Sommerhitze
Abgesehen vom vielfältigen Programm stand auch bei der zweiten Durchführung der persönliche Austausch im Fokus. In den Kaffeepausen, beim Mittagessen und später beim Networking-Apéro konnten Gespräche aus den Panels fortgesetzt und Kontakte geknüpft werden.
Für Gesprächsstoff sorgte auch der Aussenbereich. Dort zeigte Artificialy mit Groog einen sprechenden KI-Assistenten in Form eines freundlichen Fisch-Avatars. Besucherinnen und Besucher konnten die Anwendung per Sprache bedienen und ausprobieren, wie sich KI-Dienste über eine einfache Gesprächsoberfläche nutzen lassen.
Ganz ohne Herausforderung war der Tag für die Organisatoren nicht. "Mit der Hitzewelle hatten wir dieses Jahr schon etwas zu kämpfen", sagt Brenzikofer lachend. Mit gekühlten Getränken, einem sommerlichen Mittagessen und gut klimatisierten Räumen wurde der Hitze aber entgegengewirkt.
Das nächste Festival ist bereits vorgesehen. "Das Feedback war durchwegs positiv", bilanziert Thomas Brenzikofer. "Das nächste Swiss Software Festival wird auf jeden Fall stattfinden, voraussichtlich am 23. Juni 2027, wiederum in Basel." Sollte das Festival weiter wachsen, sei auch eine andere Location denkbar, damit noch mehr Personen die Möglichkeit erhalten, dabei zu sein.
(dow)