Sicherheitsprobleme bei eigenen KI-Anwendungen dürften für viele Unternehmen rasch an Bedeutung gewinnen. Das Analystenhaus Gartner prognostiziert, dass sich bis 2028 die Hälfte aller Massnahmen zur Reaktion auf Cybervorfälle auf solche Systeme konzentrieren wird.
Ein Grund dafür ist laut den Marktforschern, dass viele KI-Anwendungen bereits eingesetzt werden, obwohl sie noch nicht vollständig getestet und abgesichert sind. Christopher Mixter, VP Analyst bei dem Unternehmen, sagt dazu: "Den meisten Sicherheitsteams fehlen nach wie vor klare Prozesse für den Umgang mit KI-bezogenen Vorfällen." Das könne dazu führen, dass Probleme mehr Zeit und Aufwand verursachen als bei klassischen Anwendungen.
Die Analysten raten Sicherheitsverantwortlichen deshalb, sich früh in Projekte mit eigenen KI-Anwendungen einzubringen. Schutzmassnahmen, Zuständigkeiten und Erwartungen an die Sicherheit sollten von Anfang an mitgeplant werden. Gleichzeitig erwartet der Marktforscher, dass bis 2028 mehr als die Hälfte der Unternehmen spezielle Sicherheitsplattformen für KI einsetzen wird, um sowohl externe KI-Dienste als auch selbst entwickelte Anwendungen besser zu schützen.
Auch darüber hinaus rechnet das Haus mit zusätzlichem Aufwand. Bis 2030 sollen 33 Prozent der IT-Arbeit in die Aufbereitung und Absicherung von Daten für KI fliessen.
(dow)