Bechtle schwächelt: 'Erstes Quartal kein Massstab für Gesamtjahr'
Quelle: Bechtle

Bechtle schwächelt: "Erstes Quartal kein Massstab für Gesamtjahr"

In den vergangenen Jahren konnte Bechtle enorme Wachstumssprünge vorweisen. Im ersten Quartal 2024 war der Umsatz hingegen rückläufig. Dafür sorgte vor allem das bisher starke Services-Geschäft.
8. Mai 2024

     

Verzögerte staatliche Aufträge in Deutschland sowie eine allgemeine Investitionszurückhaltung mittelständischer Kunden: Bechtle muss für das erste Quartal 2024 einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro melden. In den vergangenen Jahren konnte der IT-Dienstleistungsriese hingegen meist mit zweistelligen Zuwächsen glänzen. Doch auch die Neckarsulmer sind nicht gegen eine turbulente Marktlage gefeit. Ein Minus verzeichnete Bechtle vor allem im bisher wachstumsfreudigen Bereich IT-Systemhaus und Managed Services (-3,8%). Das seit längerer Zeit schwierige hardwaregetriebene IT-E-Commerce-Geschäft legte mit 0,2 Prozent hingegen leicht zu. Mit Blick auf die Regionen konnte Bechtle international um 4,2 Prozent wachsen, während der Kernmarkt Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent nachgab. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 3,9 Prozent (84 Millionen Euro) hingegen im Plus.

"Wir sind solide in unser Geschäftsjahr gestartet und sehen Anzeichen für eine steigende Wachstumsdynamik in den nächsten Quartalen", erklärt Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender von Bechtle. Insbesondere in Deutschland habe die verzögerte Freigabe des Haushalts zu einer Verschiebung staatlicher Aufträge geführt. "Das sollte sich im weiteren Jahresverlauf aber auflösen. Darüber hinaus ist weiterhin vor allem bei unseren mittelständischen Kunden eine Investitionszurückhaltung spürbar, die wir aber aufgrund unserer breiten internationalen Präsenz zum Teil kompensieren konnten."
Vor diesem Hintergrund bestätigt der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr und geht von einer "überproportional positiven Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Gesamtmarkt aus". Umsatz und Ergebnis sollen deutlich steigen, die EBT-Marge in etwa auf Vorjahresniveau liegen. "Das erste Quartal war ein guter Auftakt, aber gemessen an unserem Anspruch noch kein Massstab für das Gesamtjahr. Wir wollen und können im Jahresverlauf an Tempo zulegen. Entscheidend für unseren Erfolg ist die zweite Jahreshälfte", so Olemotz weiter.


Zumindest mit den aktuellen Zahlen lag Bechtle unter den Erwartungen des Marktes. Analysten gingen im Vorfeld von einem Umsatzwachstum aus. Entsprechend gab die Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen nach. (sta)


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