Fritz Sutter - Der Netzwerker

Artikel erschienen in IT Reseller 2011/06

von Marcel Wüthrich
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4. Juni 2011 - Fritz Sutter, der Mann hinter der ICT-Networkingparty, hatte nach eigener Aussage «Glück auf der ganzen Linie». Einziges Manko: Auch sein Tag hat nur 24 Stunden.
«Ich gehöre zu der Generation Menschen, die in einem Zeitfenster durchs Leben gingen, das wahrscheinlich das glücklichste war, das man sich vorstellen kann», zieht ein sichtlich zufriedener Fritz Sutter Bilanz seiner heute 70 Lebensjahre. «Dazu bin ich im wahrscheinlich besten Land zur Welt gekommen, ich hatte also Glück auf der ganzen Linie.» Das einzige, was ihn vielleicht von einigen anderen Menschen seiner Generation unterscheide, sei die Tatsache, dass er sich seines Glücks bewusst sei. «Denn Grund zum Jammern habe ich sicher nicht.»
Spricht man mit Leuten aus der Branche über Fritz Sutter, hört man immer wieder, dass Sutter «ein Networker par excellence» sei. Dass ihm das Netzwerken in die Wiege gelegt worden ist, glaubt der Mann hinter der ICT-Networkingparty und ehemalige Asut-Präsident aber nicht. «Ich bin gerne mit Leuten zusammen. Aber um mein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen, gehe ich systematisch vor und versuche, Leute zu treffen und Kontakte zu pflegen. Ich habe ein einfaches Prinzip: 'Willst Du einen Brief, so schreibe einen Brief'.»
Fritz Sutter in Aktion


32 Jahre IBM

Den grössten Teil seines beruflichen Lebens verbrachte Sutter bei IBM. Nach der Handelsmatura in Chur und seinem ersten Job beim Statthalteramt in Zürich meldete er sich 1964 auf ein Chiffre-Inserat und kam so zum IT-Riesen IBM. «Während meiner 32 Jahre bei IBM war ich Verkäufer und Manager, zuerst für Lochkartenmaschinen, dann folgten Computer und danach Grosscomputer.» Mit 55 wurde
Sutter bei IBM pensioniert, und begann am Tag darauf für Swisscom – damals noch Telekom PTT – tätig zu sein. Sutter wurde für das Change-Projekt, den Monopolisten in ein wettbewerbsfähiges Unternehmen zu überführen, geholt.
Ursprünglich sollte Sutter zwei Jahre bleiben, aus den zwei wurden dann sieben Jahre. Aus dem Change-Projekt sind andere Aufgaben erwachsen, primär aus dem Bereich Regulierung. «Mein Job war es, dafür zu sorgen, dass nicht zu viel reguliert wird. Entsprechend entwickelte sich meine Aufgabe vermehrt auch Richtung politische Lobby-Arbeit.» Mit 62 Jahren wurde Sutter pensioniert, zum zweiten Mal. Seither organisiert er die ICT-Networkingparty – den wichtigsten Networking-Event der Telekom- und IT-Branche – und engagiert sich in verschiedenen Verbänden wie ICT­switzerland, SwissICT, ePower und Asut. Daneben nimmt er auch noch Coaching-Mandate an. Wie viel er heute noch arbeite, sei schwierig zu definieren, denn: «Was ist Arbeit? Vieles, was ich heute beruflich mache, ist für mich Vergnügen.»
 
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