Microsoft entlässt trotz erfolgreichem Geschäftsjahr

von Urs Binder


20. Juli 2020 - Bis zu 1000 Stellen baut Microsoft zu Beginn des neuen Geschäftsjahres ab. Betroffen ist nebst der MSN-Redaktion auch die Azure-Sparte – Automatisierung macht diverse Jobs überflüssig.

Exakt zum Beginn des neuen Geschäftsjahres am 1. Juli hat Microsoft laut Medienberichten knapp 1000 Entlassungen geplant – obwohl das zu Ende gegangene Geschäftsjahr laut den letzten Quartalszahlen vom April mit einem Umsatzplus von 15 Prozent und einem Gewinn von 10,75 Milliarden US-Dollar von Januar bis März daherkam. Bereits früher wurde bekannt, dass Redaktionsmitglieder von MSN über die Klinge springen müssen und teils durch KI ersetzt werden. Nun scheint auch die Azure-Sparte von Entlassungen betroffen. Auch hier soll die Automatisierung schuld sein: Manche Jobs sind schlicht und einfach nicht mehr nötig.

Mit der Coronapanemie hat die Entlassungswelle – in manchen US-Firmen zum Anfang eines neuen Geschäftsjahres allerdings Usus – wenig zu tun. Im Gegenteil: Das immer wichtigere Cloud-Geschäft boomt. Einzig die Schliessung der Microsoft-Läden ("Swiss IT Reseller" berichtete) mag mit dem Virus zu tun haben, noch mehr jedoch mit der Tatsache, dass die physischen Filialen sowieso von Anfang an nur ein Nebenschauplatz waren.

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