Enterprise Server im Minus, Storage und Networking im Plus

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(Quelle: Pixabay/Gam-Ol)
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26. Januar 2022 - Die neuesten Marktzahlen von Context zeugen von einem schwachen Jahr 2021 bei Servern, während die Umsätze mit Storage und Networking zulegen konnten.
Der europäische Enterprise-Server-Markt musste laut den neuesten Zahlen des Marktforschungsunternehmens Context im vergangenen Jahr erneut Haare lassen: Der Umsatz in diesem Segment schrumpfte 2021 gegenüber 2020 um 4,4 Prozent, im letzten Quartal gar um 15 Prozent, dies laut dem Bericht aufgrund von Lieferknappheiten und der durch Covid-Massnahmen hervorgerufenen Unsicherheiten in der Wirtschaft. Das Minus im Gesamtjahr 2020 war dennoch weniger dramatisch als 2019 (-9%) und 2020 (-15%). Punkto Formfaktor verschiebt sich der Marktanteil immer mehr weg vom Tower: Im ersten Quartal 2021 wurden 31 Prozent der Server als Tower verkauft, im vierten Quartal lag der Anteil noch bei 25 Prozent.

Besser verliefen die Geschäfte im Storage-Markt, der 2021 um 4,6 Prozent zulegte. Aber auch hier war das letzte Quartal mit einem Minus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Q4/2020 das schlechteste, was Context wiederum auf schlechte Lieferbarkeit und Corona-bedingte Einschränkungen zurückführt. Besonders mies erging es im vierten Quartal den Umsätzen mit HCI-Systemen, die in Europa um 13 Prozent schrumpften – aber aufs Gesamtjahr gerechnet trotzdem um 5,2 Prozent wuchsen.

Fürs Enterprise-Networking-Segment verzeichnet Context ein solides Jahr 2021, mit teils deutlichen Unterschieden je nach Land. Das Umsatzwachstum lag hier bei 5,9 Prozent übers ganze Jahr und ganz Europa (mit einem Minus gegenüber dem Vorjahresquartal von 0,5 Prozent im Q4). Das stärkste Wachstum verzeichnete mit 30,6 Prozent Österreich, das grösste Minus verbuchten die Niederlande (-8,1%), Auch in der Schweiz ging der Networking-Umsatz zurück, nämlich um 4,3 Prozent. Als Bremse beim Networking-Umsatz erwiesen sich Switches mit einem Umsatzminus von 2,1 im vierten Quartal, während der Markt für Wireless-Equipment weiterhin wächst (Gesamjahr plus 13 Prozent) und sogar im vierten Quartal ein Plus von 5,7 Prozent vorweisen kann.