Halbleitermarkt bricht ein

Halbleitermarkt bricht ein

(Quelle: Semiconductor Industry Association)
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6. Mai 2019 - Die Bedingungen auf dem globalen Halbleitermarkt haben sich seit Jahresbeginn rapide verschlechtert, so das Analystenhaus IHS Markit, das seine Wachstumsaussichten für 2019 um mehr als 10 Prozentpunkte reduziert hat.
Die weltweite Mikrochipindustrie wird nach den neuesten Zahlen des IHS Markit Application Market Forecast Tool (AMFT) in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von 7,4 Prozent hinnehmen müssen. Der Umsatz soll 2019 auf 446,2 Milliarden US-Dollar sinken, gegenüber 462,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018.

Dies stellt einen grossen Stimmungsumschwung im Marktausblick dar, verglichen mit der vorherigen Prognose vom Dezember, die ein Marktwachstum von 2,9 Prozent in diesem Jahr erwartete. Mit einem Rückgang von 7,4 Prozent würde die Halbleiterindustrie den grössten jährlichen prozentualen Rückgang seit dem Jahr der Grossen Rezession 2009 verzeichnen, als die Chip-Verkäufe um fast 11 Prozent zurückgingen.

"Nachdem die Chipindustrie 2018 ein starkes Umsatzwachstum von 15 Prozent erreicht hatte, blieben viele Halbleiterlieferanten Anfang 2019 optimistisch, in diesem Jahr ein moderates Wachstum zu erzielen", so Myson Robles Bruce, Research Manager, Halbleiter-Wertschöpfungskette, bei IHS Markit. "Das Vertrauen der Chiphersteller verwandelte sich jedoch schnell in Besorgnis, als sie die Tiefe und Initensität des aktuellen Abschwungs erkannten. Die neuesten Daten deuten darauf hin, dass dem Halbleitergeschäft nun das schlechteste Jahr seit einem Jahrzehnt bevorsteht."

Der jähe Charakter des Abschwungs seit auf eine zunehmend schwächere Nachfrage in Verbindung mit einem rapiden Anstieg der Lagerbestände im ersten Quartal zurückzuführen. Diese Ereignisse haben sich auf einige Halbleiterproduktsegmente stärker ausgewirkt als auf andere. DRAM, NAND-Flash, Universal-Mikroprozessoren (MPUs), 32-Bit-Mikrocontroller (MCUs) und analoge anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs) gehörten zu den am stärksten betroffenen Produkten, mit jeweils zweistelligen Umsatzrückgängen im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum ersten Quartal 2018.