Initial Coin Offerings enttäuschen

Initial Coin Offerings enttäuschen

(Quelle: Pixabay/jaydeep_)
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5. November 2018 - Der Hype flacht ab – Initial Coin Offerings lassen nach und die Anzahl der Offerings verzeichnet einen starken Rückgang. Auch der Ausblick auf Profitabilität präsentiert sich nicht vielversprechend.
Wie einem Bericht der Wirtschaftsprüfungsfirma Ey zu entnehmen ist, ist der Hype um Initial Coin Offerings (ICO) stark abgeflacht, die Gewinne bleiben zu grossen Teilen aus und das Volumen brach im dritten Quartal ein. Während im zweiten Quartal des laufenden Jahres noch ein Volumen von 11,5 Milliarden Dollar mit ICOs gesammelt wurde, waren es im dritten Quartal lediglich noch 2,4 Milliarden Dollar, wie "Heise" berichtet.

Auch bei der näheren Betrachtung der "Class of 2017", also allen ICOs des Jahres 2017, zeigt sich kein gutes Bild: 86 Prozent seien unter dem Einstiegspreis, 30 Prozent hätten den ganzen Wert verloren. Anleger hätten bei einer Investition Anfang 2018 bis im Oktober 2018 im Schnitt 66 Prozent der Investitionen verloren.

Die schwachen Ergebnisse werden jedoch auch durch den jungen Markt gerechtfertigt. So geben die Experten von Ey an, dass auch in anderen aufstrebenden Märkten viele Marktteilnehmer wenig erfolgreich Geschäfte machten, während einzelne Unternehmen grosse Erfolge mit der neuen Technologie feierten. Im Kontext der Anleger würde sich das Interesse desshalb von Privatanlegern zu professionellen Investoren verschieben, heisst es weiter. Gegenüber anderen Produkten hätten Blockchain-Lösungen die besten Gewinnerwartungen. Die mit grossem Abstand grösste Zahl an ICOs sowie das grösste Finanzvolumen dieser finden auf der Schweiz-stämmigen Blockchain-Plattform Ethereum statt.