Keine Nokia-Tablets wegen Surface

Keine Nokia-Tablets wegen Surface

von +
Link auf diesen Artikel als E-Mail versenden
X
Empfã­§er:
Ihr Name:
Ihre Mailadresse:
31. Oktober 2012 - Nokia soll wegen Microsofts hauseigenen Surface-Tablets vorerst darauf verzichten, ein eigenes Windows-8-Tablet auf den Markt zu bringen.
Keine Nokia-Tablets wegen Surface
(Quelle: Microsoft)
Dass das Vorpreschen von Microsoft mit eigener Windows-8-Hardware Einfluss auf das Windows-Geräte-Ökosystem hat, war schon mehrfach zu hören. Nun berichtet die taiwanische "Digitimes", dass offenbar Nokia ein Projekt für ein eigenes ARM-Tablet mit Windows 8 beziehungsweise Windows RT zurück in die Schublade gelegt hat, weil Microsoft seine eigenen Surface-Tablets anbietet. Nokia habe zusammen mit Fertigern bereits ein entsprechendes Gerät entwickelt und hätte dieses auf den Markt bringen wollen. Allerdings habe man dann entschieden, dass Microsoft mit dem Surface eine zu grosse Konkurrenz sei und dass man dem eigenen Tablet so geringe Erfolgschance eingeräumt hätte. Und: Nokia sei nicht der einzige Hersteller, der Windows-Tablet-Pläne eingestampft oder auf Eis gelegt habe wegen Microsofts Surface. Auch HP, Sony und Toshiba hätten aus dem gleichen Grund vom Release eines entsprechenden Geräts abgesehen.
In dem "Digitimes"-Artikel heisst es aber auch, dass selbst bei den Herstellern, die Windows-RT-Tablets lancieren – namentlich Asus, Dell, Samsung und Lenovo – die Erwartungen gering seien. Jeder dieser Hersteller habe lediglich rund 50'000 RT-Tablets geordert.

Meldungen gibt es zudem auch zu den Chip-Herstellern, welche ARM-CPUs für Windows-RT-Geräte herstellen. Hier heisst es, Texas Instruments habe sich bereits von der Produktion entsprechender Prozessoren verabschiedet. Qualcomm liefere zwar CPUs an Dell und Samsung, werde die Produktion aber auch einstellen, falls die Nachfrage nicht zunehme. Dann bliebe einzig Nvidia als Lieferant von CPU für RT-Tablets.

Die Hoffnungen der traditionellen PC-Hersteller würden viel eher auf den Tablets mit Atom-CPUs von Intel oder Z-60-Chips von AMD und mit einem vollwertigen Windows 8 liegen, als auf den letzte Woche lancierten ARM-Geräten.