Der Begeisterungsfähige: Martin Gartmann, CEO von UMB

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3. September 2022 - Unternehmertum und Technik begleiten Martin Gartmann, CEO von UMB, schon sein ganzes Leben, denn er will etwas bewegen und mag Veränderungen.

Unternehmertum und IT: Zwei Dinge, die Martin Gartmann, heute CEO von UMB, schon immer gereizt haben. «Ich war schon seit klein auf von Technik fasziniert, ebenso vom Unternehmertum. Diese beiden Themen haben mich seit immer begleitet», erinnert sich der heute 45-Jährige. Ihren Anfang nahm seine IT-Karriere als Engineer Mitte der 1990er Jahre, wo er als Quereinsteiger die Chance erhielt, sich zu beweisen. Und auch die nächste Chance liess im Anschluss nicht lange auf sich warten: Im Jahr 2000 konnte er sich an UMB beteiligen und begann zusammen mit Claude Guggiari damit, den IT-Dienstleister aufzubauen. «Wir sind damals mit drei Leuten in einer Ein-Zimmer-Wohnung in Stein­hausen gestartet. Wenn man zu dritt ist, macht man alles von A bis Z selbst und ist Mädchen für alles. Das war unglaublich interessant und reizvoll», blickt Martin Gartmann zurück, der hier seine Passion für das Unternehmertum in vollen Zügen ausleben konnte. «Ich wollte immer etwas bewegen, beeinflussen und selbst machen. Das war auch mein Grund für den Einstieg bei UMB. Ich wollte etwas aufbauen und mitentwickeln.»
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Vertrauen und Eigenverantwortung

Im Jahr 2012 schliesslich folgte der Zusammenschluss mit Paninfo, auch als Nachfolgeregelung für Claude Guggiari. «Und mit dem gemeinsamen Weg mit Paninfo ist auch das Unternehmen UMB, so wie es heute dasteht, entstanden», so Martin Gartmann. Der IT-Dienstleister wuchs in den letzten zehn Jahren unter der Leitung von Matthias Keller auf 550 Mitarbeitende an und wurde Ende 2021 an BKW verkauft. «Das ist ein super Match. UMB kann UMB bleiben, als eigenständiges Unternehmen. Zudem ist es eine nachhaltige Schweizer Lösung.», erklärt Martin Gartmann, der bislang für das Business Development und Sales zuständig war und nun seit Anfang Jahr an der Spitze von UMB steht. «Mein jetziger Job ist noch vielfältiger und abwechslungsreicher, bringt aber auch zusätzliche Verantwortung mit sich. Wir sind aktuell in einer Phase, in der wir die drei Unternehmen Swisspro Solution, Alphatrust und ­Ngworx in UMB integrieren respektive bei den beiden letzteren bereits integriert haben. Es passieren gerade viele Veränderungen und ich kann mit dem gesamten UMB-Team wieder weiterentwickeln, Strukturen geben mit meiner Leidenschaft fürs Unternehmertum.»

Auch das Mehr an Verantwortung schreckt ihn nicht ab. Auf diese Verantwortung, die er selbst gerne trägt, legt er auch bei Team-Kolleginnen und -Kollegen viel Wert. «Ich erwarte Selbständigkeit und Eigenverantwortung von allen, ebenso wie unternehmerisches Denken und Handeln.» Dabei ist er sich bewusst, dass es dafür Vertrauen braucht, ebenso wie eine gesunde Feedback- und Fehlerkultur. «Mir ist lieber, man entscheidet etwas, das sich im Nachhinein vielleicht auch einmal als falsch erweist, als dass man gar keine Entscheidungen trifft und die Verantwortung einfach abschiebt.» Denn aus Fehlentscheiden könne man lernen, sofern eine gesunde Feedback-Kultur herrscht. «Man muss über alle Stufen hinweg direktes, sachliches Feedback geben dürfen und können. Denn solche Rückmeldungen sind ein Geschenk, welches einem erlaubt, sich stetig zu verbessern oder zu entwickeln.»
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Auf sich zukommen lassen

So sehr ihm das Unternehmertum liegt, so wenig mag es Martin Gartmann, privat sein Leben auf Jahre durchzuplanen. «Ich bin im Unternehmen bereits von morgens bis abends durchgetaktet. Ich bin persönlich jemand, der gerne Veränderungen hat.» Das hängt gemäss seiner eigenen Einschätzung auch mit seiner Vergangenheit zusammen: «Ich war auch schon Verleger eines Magazins, habe mal eine Ski- und Snowboard-Produktionsfirma gehabt und war als Radiomoderator tätig. Dieses breit gefächerte Spektrum in meiner Vergangenheit ist bezeichnend dafür, dass ich der Überzeugung bin; wer sich nicht stetig verändert und weiterentwickelt, bleibt stehen.»

Bezeichnend dafür ist auch, dass der Einstieg in die Snowboard-Produktion nicht aus einer langen Planung entstanden ist, sondern vielmehr den Umständen geschuldet war: «Ich bin sehr gerne Extreme Raceboards gefahren. Als die Hersteller die Produktion dieser Snowboards eingestellt haben, haben ein Freund und ich entschieden, diese Boards halt selbst zu produzieren. Wir haben uns Wissen angeeignet, Partner gesucht, internationale Vertriebskanäle und eine Firma aufgebaut.»

Dass all diese Nebenbeschäftigungen von damals aber nie zum Hauptjob wurden, begründet er damit, dass sein Herzblut immer der IT galt. Zudem brauchten sie viel Zeit, was damals noch ging, heute aber nicht mehr drin liegt. «Ich habe Familie, zwei Kinder, das braucht Zeit. Die Familie ist das wichtigste Gut.» Seinen Kindern möchte er Werte wie Ehrlichkeit, Demut und Vertrauen in sich selbst mit auf den Weg geben. «Sie sollen daran glauben, dass man erreichen kann, was man will, wenn man sich denn auch getraut, die Sache anzupacken. Und sie sollen dranbleiben, auch wenn es mal nicht direkt klappt, und aus den Erfahrungen lernen, um ihre Ziele zu erreichen – egal wie gross oder klein die Träume sind.»
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An vielem interessiert

Nebst der Zeit mit seiner Familie findet er den Ausgleich zur Arbeit beim Joggen, Squashen, Tennis oder im Winter beim Skifahren. «Ich stehe immer noch ab und zu auf dem Brett, aber mit der Familie ist es auf den Ski abwechslungsreicher.» Generell bezeichnet sich der 45-Jährige als vielfältig interessiert und probiert gerne neue Sachen aus. Etwas herauszuschieben, ist nicht seine Art. «Wenn man etwas machen will, dann soll man es anpacken und nicht auf die lange Bank schieben. Denn man weiss nie, was morgen ist.»

Die Sommerferien hat er mit seiner Familie im kanadischen Nova Scotia verbracht. «Wir haben eine Rundreise gemacht und die wunderbare Natur in diesem Land kennengelernt.» Für seine Zukunft wünscht sich Martin Gartmann auf beruflicher Seite, UMB in eine erfolgreiche Zukunft weiterzuführen. Privat steht das Thema Gesundheit an oberster Stelle, aber auch Begeisterung für alles, was er macht, denn: «Ein positives Mindset prägt unsere Gedanken und steuert unser Verhalten, dies wiederum erzielt Resultate.» (abr)


Martin Gartmann

Martin Gartmann, aufgewachsen in Luzern und auch heute noch dort wohnhaft, ist nach der obligatorischen Schulzeit Mitte der 1990er Jahre als Quereinsteiger in der IT gelandet, und zwar als Engineer. Im Jahr 2000 beteiligte er sich an UMB Consulting. Seit Anfang 2022 führt er den IT-Dienstleister, der Ende 2021 von BKW übernommen wurde, als CEO. Martin Gartmann verfügt über ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftsinformatik und hat zuletzt an der Harvard University in Boston einen Executive MBA absolviert. Der 45-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder. (abr)

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