UBS-Informatiker ärgern sich über Anwesenheitspflicht im Büro

von Luca Cannellotto


10. Mai 2022 - Bei der UBS soll der Haussegen schief hängen. Grund dafür ist, dass sich die Informatiker der Bank darüber ärgern, dass für sie eine Anwesenheitspflicht im Büro ausgerufen wurde.

Bei der UBS müssen die Informatiker künftig wieder zu 100 Prozent im Büro anwesend sein. Die Bank nimmt die IT-Mitarbeitenden damit vom hybriden Arbeitsmodell aus, das vorsieht, dass die Beschäftigten selber entscheiden können, von wo aus sie arbeiten. Wie "Inside Paradeplatz" mit Verweis auf nicht näher genannte Quellen berichtet, hat die Führungsebene des Finanzinstitutes diese Massnahme aufgrund von Sicherheitsaspekten und anderen Vorgaben der Bank beschlossen. "75 Prozent der UBS-Mitarbeitenden arbeiten in Funktionen, die Flexibilität bieten, hybrid von zu Hause aus und im Büro zu arbeiten – dies in Abstimmung mit ihren Vorgesetzten sowie unter Berücksichtigung von teamspezifischen Anforderungen, regulatorischen Vorgaben und Risiken. Für rund 25 Prozent unserer Mitarbeitenden ist es aufgrund von regulatorischen Anforderungen oder aufgrund der jeweiligen Funktion nicht oder nur in einem sehr begrenzten Rahmen möglich, hybrid zu arbeiten", so die Bank.

Davon betroffen ist laut den internen Quellen die Mehrheit der Mitarbeitenden in der Informatik der UBS. Dies habe zu grossem Unmut bei den IT-Spezialisten geführt, zumal sie die Begründung ihres Arbeitgebers nicht nachvollziehen können, denn während der Pandemie habe man auch im Home Office arbeiten können, ohne dass es zu grösseren Zwischenfällen gekommen sei. Darüber hinaus haben offenbar viele UBS-Informatiker ihre private IT für die Zeit im Home Office aufgerüstet und diese Anschaffungen selbst bezahlt. Die Bank habe den Grossteil der Kosten nicht übernehmen wollen.

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