Timly sucht Channel-Partner für seine Inventarisierungslösung

von Matthias Wintsch

4. Dezember 2021 - Das Start-up Timly bietet eine Cloud-basierte Inventarisierungs-Software für Firmen jeder Grösse und sucht nun Verkaufspartner im Schweizer Channel.

Inventarisierung einfach machen – dies der Claim der Inventarisierungs-­Software von Timly vom gleichnamigen Unternehmen aus Zürich. Bei der Lösung handelt es sich um eine Cloud-basierte Anwendung, mit der Inventare angelegt und verwaltet werden können. «Damit kann alles mögliche inventarisiert werden, wir sind in vielen Branchen unterwegs», so Johannes Pfeiffer, Chief Marketing Officer bei Timly Software.

Das Produkt ist seit April 2020 auf dem Markt und wird bislang eigenhändig von Timly Software verkauft. Und trotz der überschaubaren Zeit am Markt zählt Timly mittlerweile etwas über 100 Kunden. «Besonders in der Baubranche werden wir schon heiss gehandelt, weil da sehr viel Werkzeuge, Geräte und Fahrzeuge verwaltet werden müssen», so der Marketing-Verantwortliche. «Dort muss man immer im Blick haben, auf welcher Baustelle welches Gerät gerade ist, wann eine Maschine eine Wartung braucht und wer für welches Objekt zuständig ist.» Eine weitere wichtige Kundengruppe sind öffentliche Verwaltungen, die im Zuge der Digitalisierung oft eine Flut von neuen Geräten haben, die inventarisiert werden müssen.

All das kann in Timly hinterlegt und rollenbasiert verwaltet und eingesehen werden. Das System für physische Gegenstände im Inventar basiert auf aufgeklebten QR-Codes, die mit einem beliebigen Smartphone mit der Timly-­Webapp über den Browser gescannt werden können. So lassen sich alle möglichen physischen oder digitalen Objekte (z.B. Lizenzen) inventarisieren, was aber auch seine Grenzen hat: Timly bietet, etwa fürs Software-­Management, keine automatisierten Prozesse mit Schnittstellen zu Software-Management- oder ähnlichen Lösungen an. «Meistens geht es bei uns schon um physisches Inventar, es können aber alle Arten von Kategorien abgebildet werden», so Pfeiffer.


Direkt- und Channel-Geschäft

Bis heute wurde Timly im Direktverkauf vom Hersteller selbst vertrieben. Das meiste davon läuft bisher über eigene Marketing-Bemühungen, Anfragen von Interessenten mit darauffolgenden Live-Demos oder auch traditionellen Direktverkauf. Besonders die Online-Präsenz, die einen wichtigen Teil des Geschäfts ausmacht, werde man weiter ausbauen, so Pfeiffer.

Nun will Timly den nächsten Schritt im Vertrieb machen und sucht dazu Vertriebspartner im Channel. «Wir suchen Anbieter, die sich auf Software-Lösungen spezialisiert haben, um dann ein Vermittlungsmodell mit diesen Partnern aufzubauen», wie Pfeiffer erklärt. Die Kompetenzen des potenziellen Partners sollten daher im Software-Verkauf liegen, über die Branchennetzwerke der Partner möchte Timly dann weiter in die speziellen Branchen vordringen, in denen Bedarf für ein zugängliches Inventarisierungssystem besteht. Pfeiffer betont dabei die Digitalisierung des Mittelstandes, im Zuge derer der Wunsch nach einer Inventarisierungslösung aus der Cloud fast zwangsläufig aufkommt. «Die meisten Unternehmen, die uns an­fragen, verwalteten ihr Inventar bis ­dahin meist mit Excel-Tabellen und dachten, dass das Digitalisierung ist», so ­Pfeiffer. Meist passiere dann, was zu vermuten ist: Die Listen überlaufen, werden nicht mehr gepflegt und die Google-­Suche führt den Kunden zu Timly. Bei diesen Unternehmen möchte man aber eigentlich den Fuss lieber schon in die Tür bekommen, ­bevor die Excel-Liste überläuft, so Pfeiffer: «Wir möchten versuchen, schon früher einzusteigen, indem ein Reseller dem Kunden früh zeigen kann, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt.» ­Natürlich bietet Timly auch ­einen CSV-Import, damit die jahrelang gepflegten Spread­sheets des Kunden nicht völlig für die Katz ­waren.


Onboarding und Partner-Benefits

Angesprochen fühlen können sich damit alle Reseller, die Software verkaufen und Kunden betreuen, die physische Objekte inventarisieren müssen, was ein recht breites Spektrum und einen riesigen potenziellen Kundenkreis umfasst. Grösse oder spezifische technische Kompetenzen des Partners sind nicht entscheidend, Timly will seinen künftigen Partnern Einführungs-Workshops bieten, damit diese die Lösung kennenlernen und kompetent verkaufen können. Bezüglich der Kundschaft verhält es sich ähnlich wie bei den Partnern, die Grösse spielt fast keine Rolle – Timly ist sowohl bei Grosskunden wie auch bei kleinen Handwerksbetrieben im Einsatz. «Ab etwa 10 Mitarbeitern lohnt sich das System, darunter ist meist weder der Bedarf noch das Budget vorhanden. Je grösser der Betrieb, desto besser skaliert Timly», so Johannes Pfeiffer.

Wer Timly seinen Kunden verkaufen möchte, wird von Pfeiffer und seiner Mannschaft umfassend betreut, wie dieser verspricht. «Mit unserer Hilfe kann sich ein Partner auch ohne tiefgreifende technische Expertise sehr schnell spezialisieren. Weiter bezahlen wir Vermittlungsprovisionen an die Reseller», wie er ausführt. Die Provision wird individuell mit dem Partner ausgehandelt, die Endkundenpreise sind offen im Internet einsehbar. Ein Partnerprogramm existiert bisher noch nicht, die vertraglichen Einzelheiten können von interessierten Resellern wie erwähnt direkt im Gespräch mit Timly festgelegt werden. Alternativ bezahlt Timly seine Partner nach Lead, sprich nach einem vereinbarten Demo-Termin beim Kunden, einen weiteren Bonus gibt es nach erfolgreichem Abschluss.

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