Samsung verschiebt Smartphone-Produktion in noch günstigere Länder

von Urs Binder


24. November 2021 - Heute werden in Vietnam 60 Prozent der Samsung-Smartphones produziert. Im kommenden Jahr soll der Anteil auf 50 Prozent fallen, zugunsten erweiterter Fabriken in Indien und Indonesien.

Samsung werde seine weltweite Smartphone-Fertigung 2022 umstrukturieren, meldet das koreanische Branchenportal "The Elec". Die Richtung ist demnach klar: Wohl weil die Arbeitskosten in Vietnam steigen, sollen Kapazitäten nach Indien und Indonesien migriert werden. Ausserdem wolle Samsung die Abhängigkeit von den beiden grossen Werken verringern, die in der Coronakrise zeitweise geschlossen werden mussten. Aktuell betreibt Samsung in Vietnam zwei Fabriken mit einer Gesamtkapazität von 182 Millionen Einheiten pro Jahr, was 61 Prozent von Samsungs Smartphone-Produktion entspricht.

Der Anteil der vietnamesischen Fertigung soll künftig auf 50 Prozent beziehungsweise jährlich 163 Millionen Stück reduziert werden. Stattdessen plant Samsung, die Kapazität des bestehenden Werks in Indien von 60 auf 93 Millionen Einheiten und diejenige der Fabrik in Indonesien von 10 auf 18 Millionen Smartphones auszubauen. Beides soll im Lauf des Jahres 2022 Realität werden und um die 140 Millionen US-Dollar kosten, 90 Millionen in Indien und 50 in Indonesien. Danach wird Indien 29 Prozent und Indonesien sechs Prozent aller Samsung-Smartphones herstellen.

Copyright by Swiss IT Media 2021