Chromebook-Markt legt um fast 70 Prozent zu, graue Wolken am Horizont

von Marcel Wüthrich


3. August 2021 - Das Geschäft mit Chromebooks brummt. Allerdings haben Hersteller zuletzt begonnen, angesichts der Komponentenknappheit Windows-Geräte zu priorisieren.

Laut den Marktforschern von IDC hat das Geschäft mit Chromebooks im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 68,6 Prozent zugelegt. Alles in allem wurden weltweit 12,3 Millionen Geräte ausgeliefert. Globaler Marktführer ist HP Inc. mit 4,3 Millionen (plus 115,7%) Geräten und einem Marktanteil von 35 Prozent. Dahinter folgt Lenovo mit 2,6 Millionen Chromebooks (plus 81,2%) und 21 Prozent Marktanteil. Mit plus 21,7 respektive plus 23,9 Prozent weniger stark wachsen konnten derweil Acer und Dell auf den Rängen drei und vier und 1,9 respektive 1,8 Millionen Geräten.

Ebenfalls zugelegt hat im Q2 laut IDC der Tablet-Markt, und zwar um 4,2 Prozent gegenüber Vorjahr. Das entspricht 40,5 Millionen ausgelieferten Geräten. Bei 12,9 Millionen (plus 3,5%) davon handelte es sich um iPads, was Apple mit 31,9 Prozent zum Marktführer macht. Samsung verkaufte 8 Millionen Tablets (plus 13,3%), während Lenovo 64,5 Prozent mehr Tablets verkaufte – 4,7 Millionen Stück. Um 20,3 Prozent zulegen konnte Amazon, während der Tablet-Absatz bei Huawei um 53,7 Prozent auf 2,1 Millionen sank.

Wie IDC zum Tablet- und insbesondere zum Chromebook-Markt schreibt, sei in den kommenden Quartalen eine Verlangsamung des Wachstums zu erwarten. Zwar sei die Nachfrage aus dem Education-Bereich weiter hoch, allerdings habe sich zuletzt die Tendenz gezeigt, dass die Hersteller angesichts der Engpässe bei Komponenten begonnen hätten, die Produktion von Windows-Rechnern zu bevorzugen, da bei diesen die Marge höher sei.

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