Display-Geschäft leidet an Chip-Knappheit

von Matthias Wintsch


13. April 2021 - Die Lieferknappheit bei Chips trifft nun auch einfachere Anwendungsbereiche, wie etwa Schnittstellen-Chips für Displays. Dies hat potenziell gravierende Auswirkungen.

Die Krise in der Chip-Lieferkette erreicht auch die Display-Branche, wie "ICT-Channel" berichtet. Neben komplexen Chips, etwa für CPUs und GPUs, sind nun auch einfache Bauteile vom Lieferengpass betroffen. Dies betrifft unter anderem integrierte Display-Driver (DDIC) – sehr günstige und einfach gefertigte Chips, die in praktisch allen Displays als Schnittstelle verbaut werden. Damit betrifft der Engpass enorm viele Gerätekategorien vom Autoradio bis zum Fernseher. Die Knappheit der Display Driver Chips, die gerade mal ungefähr einen US-Dollar wert sind, betreffe unter anderem auch die Produktion des neuen iPad Pro ("Swiss IT Reseller" berichtete).

Eine Lösung des Problems ist jedoch nicht in Sicht, wie es weiter heisst. So seien grosse Chiphersteller bereits bis Ende 2021 ausgelastet, weiter lohne sich der Aufbau weiterer Produktionskapazitäten im Bereich dieser günstig gefertigten Chips für die Hersteller nicht. Damit ist mit einer weiteren Verknappung und damit einer Preiserhöhung bei Displays zu rechnen.

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